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Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung

Das Lipödem tritt überwiegend bei Frauen auf

Manuelle Lymphdrainage mit MLD Therapeuten

Kompressions-Strümpfe die passgenau sitzen

Hilfe bei Ödem, Venen und Wund Erkrankung

Erkrankung

Lipödem

Die neue Juzo Seite für Frauen mit Lipödem

Das Lipödem wird oft verwechselt mit Adipositas / Übergewicht, Abnehmen ist daher wenig erfolgversprechend. Das Lipödem ist eine Erkrankung, von der man leider auch heute noch recht wenig weiß. Bekanntermaßen braucht es eine gewisse Veranlagung, die dann häufig nach der Pubertät oder nach Schwangerschaften zu einer unproportionalen Fettgewebszunahme an den Beinen oder Armen führen kann. Typischerweise kommt es neben der Volumen- und Umfangszunahme zu einer vermehrten Schmerzhaftigkeit und Neigung zu blauen Flecken. Während am Anfang der Lymphabfluss erhöht ist, kann er im Verlauf abnehmen und es können so sekundäre Lymphödeme entstehen. Getriggert wird das Fortschreiten des Lipödems leider durch zusätzliches Übergewicht. 

Entsprechend den aktuellen Leitlinien zum Lipödem stehen konservative Maßnahmen wie das Tragen med. Kompressionsstrümpfe/ -Hosen, manuelle Lymphdrainagen, Gewichtsreduktionen und körperliche Betätigung zur Verfügung. Die Liposuktion kann eine Reduktion des Fettgewebes und häufig auch der Schmerzen erreichen, nicht aber eine Heilung der Veranlagung und Erkrankung. Auch nach einer Liposuktion sind die konservativen Maßnahmen fortzusetzen. Vielfach aber in verminderter Intensität. Wesentlich für den Erfolg der Antragsstellung bzgl. einer Kostenübernahme ist a) das Stadium der Erkrankung, b) die bisher durchgeführten leitliniengerechten konservativen Behandlungen (unter ärztlicher Kontrolle und Aufsicht mit entsprechender Dokumentation).

lipoedem

 Bild: Ödemtherapie Vodder

Erkrankung: Das Lipödem ist eine Erkrankung, die nur bei Frauen auftritt. Sie zeigt sich in Form unproportioniert dicker Beine bei häufig schlankem Rumpf. Die ausgeprägte Fettvermehrung an den Beinen tritt meist in der Pubertät oder nach Schwangerschaften auf. Die Ursache ist zwar nicht bekannt, Hormone und Vererbung scheinen aber eine Rolle zu spielen.


Beschwerden: Neben einer insgesamt unproportionierten Figur besteht an Ober- und Unterschenkeln ein Spannungs- und Schweregefühl sowie eine ausgeprägte Berührungs- und Druckschmerzhaftigkeit. Dies ist Folge von Wassereinlagerungen (Ödemen) im vermehrten Fettgewebe, besonders abends, nach langem Stehen und bei warmem Wetter. Ein weiteres Symptom sind Blutergüsse („blaue Flecken"), die bereits nach kleinen Stößen entstehen.

Lokalisation: Meist findet sich das Lipödem im Gesäß- und Oberschenkelbereich; es kann aber auch über die Knie oder bis zu den Knöcheln reichen. Die Füße sind normalerweise nicht geschwollen.

Verlauf: Bei vielen Betroffenen wird der Befund im Laufe des Lebens schlimmer. Während das Unterhautfettgewebe zunächst gleichmäßig weich ist, treten im Laufe der Zeit tastbare Knoten auf und das Gewebe wird fester. In späten Stadien können überhängende Fettlappen an den Innenseiten der Oberschenkel und Knie das Gehen behindern.

Bisherige Behandlung: Diäten, Sport und Entwässerungstabletten bringen keine Besserung. Bisher konnten nur mit Entstauungsbehandlungen in Form manueller oder apparativer Lymphdrainagen, Gymnastik und Kompressionsstrümpfen die Ödeme aus den Beinen entfernt werden; dies 
bezeichnet man als „komplexe physikalische Entstauungstherapie" (KPE). Dadurch tritt eine Verbesserung der Beschwerden ein; die verursachende Fettvermehrung wird aber nicht beseitigt. Diese Maßnahmen müssen lebenslang durchgeführt werden.

Moderne Behandlung: Seit einigen Jahren ist durch die Liposuktion (Fettabsaugung) erstmals eine weitgehend kausale Behandlung möglich geworden. Die Entwicklung neuer örtlicher Betäubungsverfahren (Tumeszenz-Lokalanästhesie) sowie neue Absaugtechniken (Vibrations-Liposuktion) mit dünnen und stumpfen Mikrosonden haben die Behandlung des Lipödems revolutioniert. Durch Beseitigung des vermehrten Fettvolumens wird nicht nur das Aussehen wieder normalisiert, sondern es werden auch die dadurch entstehenden körperlichen und psychischen Beschwerden ganz bzw. überwiegend beseitigt. In vielen Fällen ist danach zwar immer noch eine Entstauungsbehandlung nötig, aber in deutlich eingeschränktem Maße. Auch beim Tragen von Kompressionsstrümpfen kann meist eine niedrigere Kompressionsklasse eingesetzt werden.

Wie oft wird operiert: Je nach Ausmaß des Befundes sind eine oder zwei, seltener auch drei Operationen notwendig. Diese können im Abstand von mehreren Wochen durchgeführt werden. Bereits nach dem ersten Eingriff ist eine deutliche Besserung feststellbar.

Kosten: Leider werden die Kosten des Eingriffs nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Fettabsaugung ist nicht in ihrem Leistungsspektrum aufgeführt. Laut Medizinischem Dienst der Krankenkassen (MDK) ist die Liposuktion beim Lipödem eine neue Behandlungsmaßnahme (NUB), zu der der Bundesausschuss bisher noch keine Empfehlung gemäß den Richtlinien nach § 92.1,2 SGB V ausgesprochen hat.

 

Adipositas

Schweres Übergewicht (Adipositas)

Mit Adipositas – auch Fettleibigkeit, Fettsucht oder Obesitas genannt – bezeichnet man ein starkes Übergewicht aufgrund übermäßiger Körperfettmasse. Gemäß der Welt-Gesundheits-Organisation WHO liegt Adipositas ab einem Körpermasseindex (BMI, „body mass index“) von 30 kg/m² vor. Dabei werden drei Schweregrade unterschieden:

Adipositas Grad I BMI 30 bis 34,9
Adipositas Grad II BMI 35 bis 39,9
Adipositas Grad III BMI 40 und darüber

BMI = Körpergewicht (in kg) : (Körpergröße in Meter x Körpergröße in Meter)
Beispiel: 82 kg : (1,65 m x 1,65 m) = 30,1

Adipositas Grad III wird auch „Adipositas permagna“ oder „morbide Adipositas“ genannt. Sie birgt ein stark erhöhtes Risiko für verschiedene Krankheiten und wird häufig von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, degenerative Erkrankungen des Skeletts (insbesondere von Gelenken), Gicht, Erkrankungen der Gallenblase, Schlafapnoe sowie anderen Gebrechen begleitet. Häufig kommen psychische Belastungen aufgrund des körperlichen Erscheinungsbildes hinzu. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg geht davon aus, dass in Zukunft der Anstieg von Krebserkrankungen eng mit der Zunahme von Übergewicht in unserer Bevölkerung verbunden sein könnte.

Doch nicht allein der BMI ist für das Risiko von Erkrankung entscheidend, sondern auch das Muster, wie das Fett verteilt ist. Vor allem vermehrtes Bauchfett (Fettverteilung „Apfeltyp“) gilt als Auslöser des metabolischen Syndroms, einer Vorstufe von Diabetes. Eine Fettverteilung mit Betonung von Hüften, Gesäß und Oberschenkeln („Birnentyp“) gilt dagegen als wesentlich risikoärmer.

Als besonders gesundheitsschädlich gilt Fettgewebe im Bauchbereich: Dieses erzeugt viele Substanzen, die eine Insulinresistenz – und damit das Auftreten von Diabetes – fördern. Für Frauen gelten dabei Bauchumfänge ab 80 cm, für Männer ab 92 cm als risikosteigernd. Eine deutliche Gefährdung liegt für Frauen ab einem Bauchumfang von 88 cm, für Männer ab 102 cm vor.

Andere, in der Medizin verwendete Messwerte zur Beschreibung von Übergewicht sind:

Der Taille/Hüft-Quotient (waist to hip ratio = WHR) ergibt sich, wenn man den Taillenumfang durch den Hüftumfang dividiert. Ein Taille-Hüft-Quotient über 1,0 bei Männern und von mehr als 0,85 bei Frauen erhöht das Risiko für das Metabolische Syndrom.

Der Taille/Körpergröße-Quotient (waist to height ratio = WHtR) ergibt sich, wenn man den Taillenumfang durch die Körpergröße dividiert. Normalwerte sind

bis 50 Jahre 0,32 bis 0,5
50 bis 60 Jahre 0,5 bis 0,6
über 60 Jahre unter 0,6
Bei darüberliegenden Werten besteht eine Gefährdung der Gesundheit.

Die Therapie von Adipositas ist in aller Regel sehr komplex. Hier sind in jedem Einzelfall ernährungs- und bewegungsphysiologische, psychologische und soziale Faktoren zu beachten. Unter Umständen können auch medikamentöse, in schweren Fällen sogar chirurgische Maßnahmen notwendig sein.

Dr. Schingale Lympho Opt Klinik

 

 

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