Ernährung / Adipositas

Ernährung / Diät
Eine spezifische Lymph-Diät gibt es nicht. Wer an Lymphödemen leidet, sollte aber Übergewicht vermeiden, auch wenn das sicherlich schwer ist. Essen Sie abwechslungsreich, viel frisches Obst, Salate und Gemüse. Fleisch und tierische Fette sind innerhalb gewisser Grenzen unbedenklich, pflanzliche Fette sind jedoch vorzuziehen. Die Kost sollte gemischt sein mit vielen pflanzlichen Anteilen. Cholesterin-, salz- und kalorienarm, ausgewogen, wohlschmeckend und gesund - so sollte die Ernährung idealerweise aussehen. Kochsalzarme Ernährung ist günstig, die Trinkmenge bedeutungslos.
Auch die Ernährung während eines Aufenthalts in einer Fachklinik soll nicht nur den Behandlungserfolg unterstützen, sondern auch zur Eigenmotivation dienen. Die Eigenmotivation sollte ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein denn ohne diese Eigenmotivation werden Sie wieder in Ihr "normales Leben und Ihre Essgewohnheiten" zurückfallen.
Achten Sie daher darauf, Ihre Nahrung nicht „totzukochen" und garen Sie vorzugsweise in Dampf statt in Wasser. Ersetzen Sie Fleisch öfters mal durch Fisch, insbesondere durch Seefisch. Essen Sie bei den Mahlzeiten so oft es geht gemischte Salate. Dadurch werden Sie satt, ohne viele Kalorien aufgenommen zu haben; außerdem nehmen Sie dabei Vitamine und andere wichtige Pflanzenstoffe auf.
Vorsicht vor Übergewicht, Fettmassen führen zu einer Komprimierung von Lymphgefäßen, so dass der Abfluss zusätzlich behindert wird. Fett und Lymphe vertragen sich nicht, daher Gewichtsabnahme bei Adipositas. Nikotin verschlechtert ein Lymphödem nicht, ist jedoch grundsätzlich gesundheitsschädlich. Alkohol kann ein Lymphödem vorübergehend verschlechtern.
Dr.Schingale
www.lympho-opt.de
Bewegung / Sport
Bewegung tut Menschen mit Lymphödemen gut.
Besonders geeignet sind: - Ruhiges Schwimmen- Radfahren- Spazieren gehen, Wandern- Nordic Walking
Nordic Walking: Sanftes Ganzkörpertraining
Gerade für Menschen mit der Diagnose Lip- oder Lymphödem stellt Nordic Walking die ideale Sportart dar. Der Unterschied zum klassischen Walking ist, dass zusätzlich Stöcke für die Armarbeit verwendet werden. Das sanfte und gelenkschonende Ganzkörpertraining verbessert den Lymphabfluss und somit die Lebensqualität der Patienten. Gezielte Bewegung an der frischen Luft wirkt positiv auf das Herz-Kreislauf-System und trainiert effizient die Beinmuskulatur. Bei jedem Schritt und mit jedem Stockeinsatz wird die Tätigkeit des Lymphsystems aktiviert. Nordic Walking mit Kompression wirkt förmlich wie eine Lymphdrainage
Wichtig: Sport niemals ohne Kompression!
Unerlässlich für diese positive Wirkung ist aber, dass die Patienten mit ihrer vom Arzt verordneten Kompressionsversorgung zum Walken gehen oder die Beine bandagiert belassen. Ohne eine Kom-pressionstherapie nimmt der Umfang der Beine noch weiter zu. Mit modernen Kompressionsstrümpfen wird die Therapie effizient unterstützt und die Chancen für einen Therapieerfolg gesteigert. Nordic Walking kann unabhängig von Witterung, Alter und persönlicher Kondition ausgeführt werden. Jedoch sollte ein Arzt
über das Ausmaß der Belastung entscheiden.
Auf den Stock kommt es an
Nordic Walking Stöcke sind im Sanitätsfachhandel erhältlich und unterscheiden sich von herkömmlichen Wanderstöcken in zwei wesentlichen Dingen: Sie besitzen eine spezielle Handschlaufe und sind durch eine Glasfaser-Carbonmischung extrem leicht und stabil. Durch den Einsatz der Stöcke verteilt sich beim Nordic Walking die Belastung auf alle vier Extremitäten. So entlastet jeder Schritt die Gelenke um etwa fünf Kilo. Nach dem Training helfen die Stöcke sogar beim Dehnen. So hat der Muskelkater keine Chance!
Tips:
- Vermeiden Sie Überanstrengungen!
- Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen!
- Tennis, Golf, Ballsportarten, alpines Skifahren, Bergsteigen u. ä. sind bei dieser Erkrankung nicht empfehlenswert.
- Vermeiden Sie Quetschungen, Prellungen und andere Verletzungen!
- Vermeiden Sie überdehnende Krankengymnastik!
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