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Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung

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Hautpflege

Hautpflege als wichtiger Therapie-Baustein für Patienten mit Lymphödem

prof. dr. stueckerDer Dermatologe Prof. Dr. med. Markus Stücker beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den speziellen Anforderungen der Haut von Lymphödem-Patienten. Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie sowie als leitender Arzt am Venenzentrum der Dermatologischen und Gefäßchirurgischen Kliniken im St. Maria Hilf Krankenhaus in Bochum ist er Experte für die besonderen Herausforderungen der Hautpflege bei Menschen mit Lymphödemen.

Im Interview erläutert er, warum die Hautpflege Komplikationen in der Kompressionstherapie verhindern kann. Herr Prof. Dr. Stücker, wie wichtig ist die Hautpflege bei LymphödemPatienten? Die Hautpflege ist eine wichtige Säule in der Therapie von Lymphpatienten. Sie kann Komplikationen in der Kompressionstherapie verhindern und ist darüber hinaus bei der Behandlung von Lymphödemen und den dabei auftretenden Hautproblemen enorm wichtig. Welche Hautprobleme können durch die richtige Pflege verhindert werden? Beim Lymphödem gehört die Wundrose zu den häufigsten Komplikationen. Sie tritt bei Lymphpatienten vermehrt auf, weil der Lymphabfluss verlangsamt ist und die Lymphseen stillstehen. Das reduziert die Immunabwehr.

Ein zusätzlicher Risikofaktor für Wundrosen ist rissige Haut, die den Bakterien dann als kleine „Eintrittspforte“ dient. Die Wundrose breitet sich je nach Fall sehr weit aus, was wiederum zu einer Schädigung des Lymphsystems führen kann. In diesen Entzündungsprozessen im Bereich der Lymphspalten verkleben die Lymphgefäße miteinander. Dann können im Extremfall Bakterien vom Lymphsystem in den allgemeinen Kreislauf übertreten und zu einer Sepsis führen. Das ist aber eher selten der Fall. Was ist bei der Hautpflege für Lymphpatienten zu beachten, besonders hinsichtlich der Inhaltsstoffe?

Wichtig ist, dass die Hautpflege regelmäßig durchgeführt wird. Patienten sollten sich Präparate aussuchen, die für sie angenehm zu handhaben sind, so dass sie sie wirklich jeden Tag anwenden. Idealerweise wird die Haut am Abend gepflegt, nachdem die Kompressionsstrümpfe ausgezogen wurden. Das Produkt sollte möglichst wenige Inhaltsstoffe enthalten, um allergische Reaktionen zu vermeiden. Ein unverzichtbarer Bestandteil ist allerdings Harnstoff, auch Urea genannt. Fünf bis zehn Prozent sollte der Anteil am Hautpflegeprodukt ausmachen. Prof. Dr. Markus Stücker Seite 2 Nr. 03/15, März 2015

Wussten Sie schon… Sind Lymphpatienten beim Thema Pflege im Sanitätshaus gut beraten? Ja, der Sanitätsfachhandel klärt genau darüber auf, wie die Haut während der Kompressionstherapie gepflegt werden sollte. Sanitätshäuser haben in aller Regel Hautpflegepräparate im Angebot, die auf die besonderen Ansprüche der Lymphtherapie mit Kompressionsstrümpfen abgestimmt sind.

Was können Patienten noch tun, um die Haut zu unterstützen? Gerade im Winter ist unsere Haut durch die trockene Heizungsluft empfindlicher. Deshalb rate ich in dieser Jahreszeit zu einer besonders intensiven Pflege. Im Sommer hingegen schwitzen wir eher. Die Kompressionsstrümpfe können aber trotzdem getragen werden, Kühl-Akkus auf den Strümpfen, feuchte Umschläge oder das Befeuchten der Strümpfe schaffen Erleichterung. Auch hier gilt, die Haut nicht durch zu viel Feuchtigkeit auszutrocknen. Es ist immer wichtig, die Haut zu beobachten. Sie verändert sich im Laufe der Jahreszeiten und auch im Laufe der Lebensjahre. Mit zunehmendem Alter wird die Haut trockener und produziert weniger Fett.

Quelle: Eurocom 

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