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Man. Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Langfrist Verordnung MLD

Bei der Langfristverordnung handelt es sich um eine Verordnung außerhalb des Regelfalles (a.d.R.). Heißt also, es muss ein Regelfall durchlaufen werden. Die Krankenkassen haben sich darauf verständigt, das Verordnungen außerhalb des Regelfalles genehmigungspflichtig durch die Kasse sind. In der praktischen Anwendung verzichten aber viele Kassen auf das Genehmigungs-Verfahren. Kassen die nicht darauf verzichten können diese Genehmigung dann auch für einen längeren Zeitraum ausprechen, was dann zu einer Langzeitgenehmigung führt. An der "Länge" der Verordnung ändert dies allerdings nicht. Jede Verordnung a.d.R. kann so viele Anwendungen erhalten das sie für 12 Wochen reicht, dann muss man auf jeden Fall wieder zum Arzt. Soll also heißen 2x MLD die Woche, es könnte theoretisch 24x MLD verschrieben werden.

Erst-, Folgeverordnung; Verordnung außerhalb des Regelfalles

Erstverordnung:

Die erste Verordnung nach neuer Diagnose oder nach 12 Wochen Behandlungspause (hier gilt die Zeit vom letzten Behandlungstermin bis zum Ausstellungsdatum der nächsten Verordnung mit gleicher Diagnose).

Folgeverordnung:

Je nach Indikationsschlüssel/Behandlungsbedarf können auf die Erstverordnung verschieden viele Folgeverordnungen folgen:

Ly1 (prognostisch kurzzeitiger Behandlungsbedarf): eine Folgeverordnung (insgesamt 2x6 Behandlungen)
Ly2 (prognostisch länger andauernder Behandlungsbedarf): 4 Folgeverordnungen (insgesamt 5x6 Behandlungen)
Ly3 (chron. Lymphabflussstörung bei bösartigen Erkrankungen): 4 Folgeverordnungen (insgesamt 5x10 Behandlungen)

Nach dem ausschöpfen aller Folgeverordnungen, bzw. aller Behandlungen, ist der Regelfall erschöpft. Alle weiteren Verordnungen, bei selber Diagnose und ohne Unterbrechung von 12 Wochen (s.o.) sind:

Verordnung außerhalb des Regelfalles:

Muss u.U. von der Krankenkasse genehmigt werden, die Menge der Behandlungen kann so weit erhöht werden das sie 12 Wochen reicht. (Näheres hierzu siehe Langzeitverordnung )

Hier noch ein Link zu einem "Merkblatt" (Langzeitgenehmigung): 
http://www.aok-gesundheitspartner.de/imperia/md/gpp/bund/heilberufe/richtlinien/merkblatt.pdf

Regelbehandlungszeit

Gemäß den Verträgen zwischen Heilmittelerbringern (also hier MLD-Therapeuten) und Krankenkassen beinhalten die Regelbehnadlungszeiten außer der Behandlung noch sämtliche notwendige "Vor- und Nachbereitung" der Behandlung, also z.B.:

- Termine machen
- Patient und Verordnung im PC anlegen
- Verordnung auf Gültigkeit prüfen
- Verordnung fertig machen für die Abrechnung, bzw selbst abrechnen
- Vor- und Nachbereitung des Raumes
- Umfangsmessung
- ggf. Therapiebericht schreiben
- Zuzahlung kassieren

Langfristverordnung Praxis Tipp von Stephen Ziegler  


Die „Geburt“ der Manuellen Lymphdrainage (MLD)

Dr.Vodder. Anfang der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts entwickelte der Däne, Dr. phil. Emil Vodder, eine Lymphdrainagemassage und nannte sie „Manuelle Lymphdrainage ad modum Vodder“. Vodder, der 1932 als Masseur an der Cote d´Azur arbeitete, schrieb: „... ich kam auf die Idee, einen Lymphatiker mit hart geschwollenen Halslymphknoten mittels einer leichten Massage zu behandeln. ... Es war riskant, aber ich hatte Erfolg,...“ Er stellt sich die Frage: „Wäre es möglich, dass die in diesen Ablaufkanälen und Schleusen (Gefäße und Lymphknoten) entstandenen Stauungen durch eine Massage zu beseitigen?“

Vodder siedelte 1933 nach Paris um und setzte dort seine Studien fort. Er begegnete unter anderem dem bedeutenden Lymphgefäßanatomen Rouviére und erwarb das Buch „Die Anatomie der Lymphgefäße“ von Sappey (1874). An diesen Sappeyschen Darstellungen des Lymphgefäßsystems orientieren sich die Vodderschen Lymphdrainagegriffe mit ihrer Druckrichtung und Reihenfolge bis heute.

1936 stellte Vodder erstmals seine Methode auf der „Exposition de Beauté et Santé“ in Paris vor. Seine Grundgriffe, nämlich der Stehende Kreis, der Pumpgriff, der Schöpfgriff und der Drehgriff, unterscheiden sich von den klassischen, schwedischen Massagegriffen durch den immer kreisförmig im Sekundenrhythmus durchgeführten Bewegungsablauf, den in Lymph-Abflussrichtung ansteigenden und dann wieder abnehmenden Druck, die Großflächigkeit und, dass nicht über die Haut gerieben bzw. gerutscht wird.

Die Manuelle Lymphdrainage darf niemals schmerzen oder unangenehm sein, da dies zu einem Lymphgefäßspasmus führen kann. Starke durchblutungsfördernde (hyperämisierende) Maßnahmen, wie z,B. fangopackungen sind unbedingt zu vermeiden, da dies zu einer Erhöhung der Lymphpflichtigen Lasten (Földi) führt.

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