Florett  -  unser Unternehmen

Wilhelm Hendrich, Schuhkaufmann aus Eisenach  in Thüringen übersiedelte nach dem Krieg in den Westen. 1959 gründete er seine eigene Fabrik für Hausschuhe. Seine Standortwahl fiel auf Cham, da ihn die Region zum einen an seine Heimat, den Thüringer Wald erinnerte. Zum anderen gab es hier in Ostbayern ausreichend Arbeitskräfte und zudem wurden Firmen im Grenzgebiet zur damaligen Tschechoslowakei steuerlich stark gefördert.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich Florett zu einem Spezialisten für komfortables Schuhwerk. Heute zählen wir zu den wenigen Unternehmen der Schuhbranche, die noch in Deutschland produzieren.

Als mittelständischer Hersteller arbeiten wir ständig daran, innovativ unser Produktionsprogramm weiter zu entwickeln. So entstand 1997 die Idee zu Varomed®, dem perfekten Spezialschuh. Diese Kollektion für alle, die unter verletzten, deformierten oder kranken Füßen leiden, ist die Grundlage für unseren erfolgreichen Weg in die Orthopädie. Wir bieten inzwischen ca. 100 Modelle für die verschiedensten Indikationen an. Angefangen vom Schuh für Hallux Valgus bis zu Lösungen für Schlaganfallpatienten mit Peroneuslähmung.


Fertigung und Produktion

Einen großen Teil unserer Produkte fertigen wir in Deutschland. Florett produziert in Cham, am Rande des Bayerischen Waldes, mit ca. 65 Mitarbeitern etwa 800 Paar Schuhe täglich. Um auch bei besonders lohnintensiven Artikeln ein interessanter Anbieter zu bleiben, kooperieren wir dabei mit langjährigen Partnern in Süd- und Osteuropa. Als  Hersteller mit deutscher Produktion sind wir ein Exot in unserer Branche, die zum Großteil komplett in Billiglohnländer ausgewandert ist. Wir halten am Standort Deutschland fest, denn für uns bedeuten die Motivation unserer Mitarbeiter sowie die Flexibilität einer Produktion vor Ort unschätzbare Standortvorteile, zum Beispiel für unsere Lieferfähigkeit! Auch können so neue Ideen und technische Innovationen kurzfristig entwickelt, ausprobiert und umgesetzt werden.

Varomed® Lymphschuhe

Patienten mit Lymphödemen müssen viel ertragen: Wenn die Beine geschwollen und dick bandagiert sind, die Haut sich spannt und jede Bewegung schmerzt, ist diese Anweisung der Therapeuten schwierig zu befolgen: „Bewegen Sie sich möglichst viel!“.                                        

So gern man ihr auch Folge leisten würde – ein geschwollener und dick bandagierter Fuß passt in keinen normalen Schuh. Medizin und Therapie können heute viel leisten, ein Bereich wurde bisher jedoch mangels Möglichkeiten völlig ausgeklammert:  Das richtige Schuhwerk. Bisher tragen Lymphpatienten Schuhe, die irgendwie an den Fuß passen: 

Klettpantoletten mit selbst verlängerten Riemen,  Schnürschuhe mit offenen Senkeln. Selbst mit Klebeband fixierte Schlappen sind keine Seltenheit.

All diese Notlösungen tragen nicht dazu bei, voller Freude einen längeren Spaziergang zu machen oder sich anderweitig zu bewegen! Doch wer das kann, unterstützt sein Körpersystem optimal, die gestaute Lymphflüssigkeit abzutransportieren. Und nur wer passende Schuhe hat, kann sich problemlos bewegen.


In Zusammenarbeit mit Orthopädieschuhmachermeister Jörg Isele und der Földiklinik – Fachklinik für Lymphologie in Hinterzarten – haben wir Spezialschuhe für Lymphpatienten in der Entstauungsphase entwickelt, die den Patienten eine große Hilfe sein können. Ganz einfach, weil sie damit sicherer gehen können!

Es gibt zwei Modelle:

Einen geschlossenen Schuh Modell 60310
Hilfsmittel-Nr. Nr. 31.03.03.4094
und eine Sandale Modell 60320
Hilfsmittel-Nr. Nr. 31.03.03.4105

Für das Halbschuh-Modell wurde weiches, aber stabiles Microvelours verwendet, im Vorderteil Stretchmaterial. So gibt der Schuh am Fersen-bereich Halt und passt sich im Vorfußbereich Schwellungen und Verbänden an.                                     

Die Ferse ist mit einem Gummizugeinsatz versehen. Die zusätzliche Hecklasche mit einem Senkel fixiert den Rückschuh nochmals und verhindert "Schlupfen". Die Lasche kann nach Bedarf problemlos gekürzt werden.

Bei der Sandale geben überkreuzte Klettverschlüsse im Fersenbereich stabilen Halt.  Dank Umlenk-Ösen lassen sich alle Klettverschlüsse problemlos festziehen und individuell einstellen. Das stabile Stretchmaterial passt sich optimal an die Füße bzw. die Bandagenwicklung an. Die Klettverschlüsse können vom Patienten individuell gekürzt oder vom Schuhmacher verlängert werden.

Die Sandale punktet mit einer Besonderheit: Mit dem separat erhältlichen Vorschuh Modell 60321 wird daraus ein vorne geschlossener Schuh, der auch einmal schlechterem Wetter trotzt. Aus einem Paar Schuhe werden so im Handumdrehen zwei. Für den Umbau zum geschlossenen Schuh wird die Weichschaumsohle aus der Sandale herausgenommen und der Vorschuh (der eine eigene Weichschaumsohle integriert hat) an die Brandsohle geklettet – das Ganze dauert nur wenige Sekunden und kann auch problemlos von "Schuhlaien" gemacht werden.

Das sagen Patienten:

Probanden, die den Schuh in der Entwicklungsphase testen konnten, zeigten sich durchweg begeistert. Punkten konnten die Spezialmodelle vor allem durch die Passform: Selbst Patienten mit starker Schwellung und dicken Bandagen fühlten sich sicher. Glücklich waren die Probanden aber auch über das einfache Handling. Schuh und Sandale waren leicht anzuziehen, auch von motorisch eingeschränkten Personen. Der kinderleichte Umbau der Sandale zum geschlossenen Schuh stieß ebenfalls auf Begeisterung. Positiv wurde auch vermerkt, daß sich beide Modelle gerade in der Entstauungsphase, wenn die Schwellung des Fußes zurück geht oder die Druckverbände verändert werden, gut anpassen.

Auch Ärzte und Therapeuten an der Földiklinik waren zufrieden mit der Neuentwicklung: Mithilfe des Lymphschuhs seien Teile der Behandlungen besser durchzuführen und Erfolge schneller möglich. Zusammen mit den richtigen Therapien sorgten die Lymphschuhe dafür, die Probleme beim Laufen und damit auch die Beeinträchtigung der Lebensqualität in den Griff bekommen.

Varomed® Lymphschuhe gibt es in den Größen 36 bis 50 als Einzelstücke, rechts oder links.
www.varomed.de/index.php/de/varomed-kollektion-lymph.html

Nach der Entstauungstherapie:

Wenn die Behandlung bereits gute Erfolge gezeigt hat, jedoch das Tragen eines normal konfektionierten Schuhes nicht möglich ist oder die Füße, bzw. die Beine immer noch gewickelt werden müssen, benötigt man Schuhe, die in der Weiteneinstellung sehr flexibel sind und dennoch genügend Halt bieten.

Modell 60640 Brügge             

Obermaterial aus Mesh/Microvelours kombiniert. Ristklette mit Gummizugteilung und Gummizugeinsatz im Fersenbereich sorgen für perfekten Sitz und flexible Anpassung an den Fuß-/Verbandumfang.            
              


Für diesen Zweck sind auch die folgenden Verbandschuhe bestens geeignet:

    












Hier erhalten Sie diese Schuhe 

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