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MKS Rezept

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Verordnungshinweise & Strumpf Rezept

Medizinische Kompressionsstrümpfe und Geräte für die intermittierende pneumatische Kompression gehören zu den Hilfsmitteln und sind zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnungsfähig (§ 33 SGB V). Das gilt auch für im Sanitätsfachhandel erhältliche An- und Ausziehhhilfen, die Patienten mit Bewegungseinschränkungen oder nachlassender Körperkraft dabei unterstützen, ihre Kompressionsstrümpfe selbsttätig an- und auszuziehen.

Die Verordnung von Hilfsmitteln belastet das Arznei- und Heilmittelbudget nicht (siehe hierzu auch: Arztinformationen zu den Hilfsmittelrichtlinien).Um Verwechslungen vorzubeugen, sollten Hilfsmittel immer auf einem gesonderten Rezept verordnet werden, auf dem das Feld Nummer 7 (Hilfsmittel) mit einer „7" gekennzeichnet wird.

Das Rezept muss außerdem folgende Angaben enthalten:

1. Diagnose (ICD-10 Code)
2. Anzahl der Strümpfe/Strumpfhosen (1 Paar oder 1 Stück) bzw. Gerät zur AIK
3. Länge der Strümpfe (Wadenstrumpf AD, Halbschenkelstrumpf AF, Schenkelstrumpf AG, Kompressionsstrumpfhose AT)
4. Kompressionsklasse (CCL 1 bis CCL 4)
5. Art der Fußspitze (offen oder geschlossen)
6. falls erforderlich zusätzliche Verordnung von Befestigungen (Haftband, Hüftbefestigung, Hautkleber) sowie An- und Ausziehhilfen
7. falls erforderlich weitere Zusätze (Leibteil mit Kompression, Reißverschluss, Pelotten, Hosenschlitz etc.)
8. falls erforderlich Zusatz „Maßanfertigung"
9. falls erforderlich Zusatz „flachgestrickt"10.falls erforderlich Wechselversorgung

Eine Mehrfachausstattung – also mehr als 1 Strumpfversorgung – kann gemäß der Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom Arzt verordnet werden, wenn dies aus hygienischen Gründen oder aufgrund der besonderen Beanspruchung notwendig ist. Als Mehrfachausstattung sind definitionsgemäß funktionsgleiche Mittel anzusehen, also zwei gleiche Versorgungen (z. B. 2 Strumpfhosen), die dann im Wechsel getragen werden. Auf dem Rezept sollte dann der Hinweis stehen: „Wechselversorgung aus hygienischen Gründen“. 

 

 

Die aktuelle Fortschreibung der Produktgruppe 17 „Hilfsmittel zur Kompressionstherapie" des Hilfsmittelverzeichnisses der gesetzlichen Krankenkassen sieht außerdem vor:

1. Medizinische Kompressionsstrümpfe haben bei regelmäßigem Tragen eine Lebensdauer von mindestens sechs Monaten, d.h. dem Patienten steht jedes halbe Jahr eine Neuverordnung zu.

2. Es gibt keine starre Zuordnung von Kompressionsklassen zu bestimmten Diagnosen. Alle Kompressionsklassen - insbesondere auch die Kompressionsklasse 1 - können im Ermessen des behandelnden Arztes nach medizinischer Notwendigkeit verordnet werden.

3. In Einzelfällen, beispielsweise wenn der Patient nicht in der Lage ist, Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklassen 3 und 4 alleine anzuziehen, kann der Arzt zwei Strümpfe niedrigerer Kompressionsklassen verordnen, die übereinander getragen werden.

4. Es wird zwischen Rundstrickprodukten zur Therapie von Venenerkrankungen sowie Flachstrickprodukten für die Therapie von Ödemen differenziert. Damit wird der besonderen Rolle der Flachstrickprodukte in der lymphatischen Versorgung Rechnung getragen.

www.eurocom-info.de

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