Home » Lymphödem » Mamma OP

Behandlung

Der Begriff „Tumor“ – das lateinische Wort für Schwellung – bezeichnet jede Art von Geschwulst, also sowohl bösartige wie gutartige. Beide Formen können in der Brust entstehen. Gutartige (benigne) Tumoren sind kein Krebs. Sie bedürfen oft gar keiner Behandlung, und es besteht keine Gefahr, dass Tochtergeschwülste (Metastasen) entstehen. Etwa drei Viertel aller Brusttumoren sind gutartig. Sie gehen häufig vom Bindegewebe aus und werden dann als „Fibrome“ bezeichnet. Aus Fettgewebe entstehende Tumoren nennt man „Lipome“. Häufige gutartige Veränderungen sind auch Zysten: Es handelt sich dabei um kleine, mit Flüssigkeit gefüllte, von einer Wand umgebene Hohlräume im Gewebe. Mehr über gutartige Tumoren der Brust und andere Veränderungen, die bei einer Untersuchung wie etwa der Mammographie entdeckt werden können, lesen Sie hier.

Als Frühform von Brustkrebs gelten die so genannten „in situ“-Karzinome, die nicht invasiv wachsen (abgekürzt DCIS für duktales Carcinoma in situ oder LCIS für lobuläres Carcinoma in situ). Ohne Behandlung oder bei Rückfällen entwickelt sich aus ihnen aber bei rund einem Drittel der Patientinnen ein „“echtes“ Mammakarzinom, mit allen Merkmalen eines malignen Tumors. Da immer mehr Frauen das Angebot der gesetzlichen Früherkennungsprogramme wahrnehmen und sich die Qualität der Untersuchungen verbessert hat, werden heute vermehrt solche In-situ-Karzinome entdeckt.

Bösartige (maligne) Tumoren der Brust, in der Fachsprache Mammakarzinome, entwickeln sich im Drüsengewebe – in rund 60 Prozent im äußeren oberen Quadranten, also in dem der Achselhöhle nächsten Teil der Brust. Der folgende Text und seine Teilkapitel gehen näher auf die bösartigen Mammakarzinome, ihre Diagnose und Therapie ein.

Sehr gute Informationen zum Thema Krebs finden Sie auf den Seiten des Krebsforschungszentrum Heidelberg. www.krebsinformation.de/

Möglichst schonende Behandlungen bevorzugen, aktiv bleiben und die Warnzeichen für ein Lymphödem kennen: Laut dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) können Frauen mit Brustkrebs auf diese Weise einem Lymphödem vorbeugen. Wie sie sich vor dieser häufigen und belastenden unerwünschten Wirkung der Krebstherapie schützen können oder besser damit zurechtkommen, erfahren Frauen auf der IQWiG-Website www.gesundheitsinformation.de . Das Institut hat auch eine Online-Umfrage für Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs und ihre Angehörigen veröffentlicht, um mehr über ihre Informationsbedürfnisse zu erfahren.

Das Lymphsystem schützen

Die Brustkrebstherapie ist heute wirksamer als früher: Über 80 Prozent der Betroffenen in Deutschland überleben die Erkrankung. Da die Überlebensrate steigt, wird die Lebensqualität umso wichtiger, so das IQWiG. Nach einer Krebstherapie entwickelt sich nicht selten ein Lymphödem. Es kann entstehen, wenn das Lymphsystem geschädigt wird. Wenn das Lymphsystem die Flüssigkeit im Brust- und Armgewebe nicht mehr richtig abtransportieren kann, staut sie sich und der Arm schwillt an. Er lässt sich nicht mehr so gut bewegen und schmerzt. Ein Lymphödem kann chronisch werden und ist dann nur noch schwer zu behandeln.

Das Risiko für ein Lymphödem ist umso höher, je aggressiver die Brustkrebsbehandlung ist. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schätzen, dass etwa 400.000 Frauen allein in Deutschland aufgrund einer Krebstherapie ein Lymphödem entwickelt haben. 'Selbst wenn weniger aggressive Verfahren eingesetzt werden, entwickeln 10 bis 20 Prozent der Frauen ein Lymphödem', so der Leiter des IQWiG, Professor Dr. med. Peter Sawicki. 'Wir Ärztinnen und Ärzte unterschätzen immer noch, welchen Einfluss unerwünschte Behandlungswir-kungen wie ein Lymphödem auf die Lebensqualität der Patientinnen haben. Der erste Schritt zur Vorbeugung wäre es, eine Therapie zu wählen, die die Schädigung des Lymphsystems in Grenzen hält.'

Bessere Lebensqualität nach überstandenem Brustkrebs

Der zweite Schritt auf dem Weg zu einer besseren Lebensqualität ist, aktiv zu bleiben. Über viele Jahre hinweg ist den Frauen nach einer Brustkrebsoperation geraten worden, ihren Arm nicht zu belasten und mit körperlichen Aktivitäten vorsichtig zu sein. Professor Sawicki: 'Die althergebrachten und pauschalen Warnungen, Frauen müssten ihren Arm schonen, um kein Lymphödem zu entwickeln, haben keine stabile wissenschaftliche Grundlage. Tatsächlich haben Studien mit Frauen, die nach einer Brustkrebsbehandlung körperlich aktiv waren, gezeigt, dass dies ihre Lebensqualität steigern kann, ohne das Risiko für ein Lymphödem zu erhöhen.'

Allerdings ist es wichtig, dass Frauen lernen, wie sie ein beginnendes Lymphödem erkennen und wie sie möglichst früh etwas dagegen unternehmen können. 'Ein Gefühl von Schwere und Wärme sowie eine Schwellung des Arms - wenn Frauen in den ersten Jahren nach ihrer Brustkrebstherapie solche Anzeichen bemerken, müssen sie rasch handeln', sagt Professor Sawicki. 'Im frühen Stadium ist ein Lymphödem einfacher zu therapieren.'

Nach bisherigem Wissen hilft bei einem Lymphödem eine Druckbehandlung (Kompressionstherapie) mit Bandagen oder speziellen (Arm-)Strümpfen. Eine spezielle Massagetechnik, die Lymphdrainage, und physiotherapeutische Übungen könnten ebenfalls unterstütz-end wirken; dies ist jedoch nicht so gut untersucht.

Zur Weiterentwicklung eines Informationspakets hat das Institut heute eine Online-Umfrage veröffentlicht. Professor Sawicki: 'Wir möchten gern wissen, welche Informationsbedürfnisse Betroffene mit fortgeschrittenem Brustkrebs und ihre Angehörigen haben. So können wir prüfen und darüber berichten, welche Fragen die Wissenschaft beantworten kann.'

Eine Information der IQWiG-Website www.gesundheitsinformation.de

 Mamma OP Selbsthilfegruppen

Zum Seitenanfang

Übersetzung

Spezialisten-Suche

Datenbank aufsuchen »