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Lohmann & Rauscher

Generell kann eine Kompressionsbehandlung mit Kompressionsverbänden, -fertigverbänden, -strümpfen oder mit intermittierender apparativer Kompression erfolgen.

Kompressionssysteme lassen sich allgemein dadurch unterscheiden, dass sie aufgrund der unterschiedlichen Elastizität der Ausgangsstoffe über einen verschieden hohen Ruhe- und Arbeitsdruck verfügen. Ruhedruck ist der Druck, den das Kompressionsmaterial auf die Extremität ausübt. Arbeitsdruck hingegen ist der Druck, den der Muskel dem Kompressionsmaterial entgegensetzt.

Kompressionsverbände können in Kurz- und Langzugbinden unterteilt werden, wobei Kurzzugbinden (grob gesagt: Kompressionsbinden mit einer Elastizität unter 100%) über einen niedrigen Ruhedruck bei verhältnismäßig hohem Arbeitsdruck verfügen. Hier sind Materialien integriert, die keine oder wenige elastische Elemente enthalten (z.B. Baumwolle), die einen hohen Widerstand gegen den arbeitenden Muskel bieten, also nur wenig nachgiebig sind und insbesondere durch Gehübungen den Patienten eine schnellere Linderung ihrer Beschwerden ermöglichen.

Genau umgekehrt verhält es sich bei Langzugbinden. Diese üben einen hohen Ruhedruck und niedrigem Arbeitsdruck aus und zeichnen sich durch eine Dehnung von über 100% aus. Ermöglicht wird dies durch einen mehr oder weniger hohen Anteil elastischer Elemente wie z.B. Elasthan oder Polyamid. Generell werden in Deutschland Langzugbinden eher in der Therapie für Sport- und traumatische Erkrankungen wie z.B. Stauchungen oder Prellungen bevorzugt, während es für Kurzzugbinden und Kurzzugbindensysteme eine Präferenz bei der Behandlung venöser und lymphologischer Erkankungen gibt.

www.lohmann-rauscher.de  

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