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Ernährung Wunden

Ernährung bei chronischen Wunden

Ernährung ist beim Menschen die Grundlage für die Energiegewinnung, die Regulation von Stoffwechselprozessen und den Ab- und Aufbau von Körpergewebe. Die Ernährung ist außerdem Voraussetzung für Wachstum, Aufrechterhaltung von Körperzellfunktionen, Synthese und Ersatz von körpereigenen Stoffen. Zu den sog. Makronährstoffen zählen die Kohlenhydrate, Fette und Proteine / Aminosäuren. Zu den sog. Mikronährstoffen fasst man die Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente zusammen.

  • Tierische Herkunft sind Fleisch, Eier, Milch, Käse, Fett, Fisch.
  • Pflanzliche Herkunft haben Getreide, Gemüse, Früchte, Zucker, pflanzliche Öle, Pilze.
  • Mineralische Herkunft sind die Salze.Ernährung

Wasser ist das Transportmittel der meisten Stoffverschiebungen im Körper. Unser Körper enthält 60 – 65% Wasser. Davon entfallen etwa 3 l auf die Blutflüssigkeit. Wir scheiden das Wasser durch die Lungen (Atem), durch die Nieren (Harn), durch die Haut (Schweiß) und durch den Darm (Stuhlgang) aus. Die täglich benötigte Wassermenge beträgt zwischen 2 ½ und 3 l. Wir nehmen Wasser mit Getränken und Nahrung auf. Stellt sich ein Ungleichgewicht bei diesen für den menschlichen Körper so wichtigen Stoffen ein, wir nennen es „Malnutrition“ (=Fehl- oder Mangelernährung), so kann es den Körper und somit die Wundheilung negativ beeinflussen. Wunden am Körper sind Baustellen. Ein reibungsloser Ablauf zur Wundheilung erfordert eine bedarfsgerechte Versorgung mit Energie und Nährstoffen. Normalerweise werden diese mit einer normalen ausgewo genen und vollwertigen Nahrung dem Körper zugeführt. Besteht eine Mangelernährung kann es als Folge zu verzögerter Wundheilung, vermehrten Komplikationen, Infektanfälligkeit , längere Behandlungsdauer und somit zu höheren Kosten bis hin zu erhöhtem Sterberisiko kommen.

Mangelernährung kann bei unter-, normal- und übergewichtigen Patienten der Fall sein !!! Und - bei jedem Wundpatienten sollte auf eine Mangel ernährung geachtet werden !!!

Die Nährstoffe einmal im einzelnen:

1.) Kohlenhydrate

Dies sind die wichtigsten Energiequellen im menschlichen Körper. Insbesondere für die Zellreifungsphase (Proliferation) ist sehr hohe Energie gefordert. Kohlenhydrate kommen in der Nahrung als Einfach(Mono)-, Zweifach(Di)-, Mehrfach(Oligo)- bis hin zum Vielfachzucker (Polysaccharide) vor. Zu den Monosacchariden zählen z.B. Glukose = Dextrose (Traubenzucker) , Galaktose und Fruktose (Fruchtzucker) Glukose ist u.a. wesentlich für die Funktion des zentralen Nervensystems, der Nebennieren und der roten Blutkörperchen. Zu den Disacchariden zählen z.B. die Maltose (Malzzucker), Laktose (Milchzucker) und Saccharose (Rohrzucker) Zu den Vielfachzucker zählen wir Stärke, Glykogen (Zuckerstoffwechsel) sowie die Ballaststoffe, die wiederum die ausgewogenen Darmtätigkeit ermöglichen.


2.) Fette

Sie sind Reservestoffe, Aufbaustoffe und der Hauptenergielieferant im menschlichen Körper. Zu den wichtigsten Fettstoffen gehören die Neutralfette und Öle. Haben wir einen Fettmangel so führt dies zum Abbau von Proteine. Sie dienen als Energiespeicher (Depotfett) und bieten einen Wärme- und Kälteschutz. Auch stellen sie eine Schutzfunktion vor mechanischen Einflüssen dar. Fette sind ein lebenswichtiger Bestandteil der Zellmembran und -organellen (vor allem im Nervensystem zu finden). Zusätzlich dienen Fette als Träger von lebenswichtigen Fettsäuren und fettlöslichen Vitamine (Vit. A,D,E,K) Sie müssen zugeführt werden, weil sie der Körper nicht selbständig herstellen kann. Fette dienen der Infektabwehr (z.B. sind die Omega-3-Fettsäuren gefäßerweiternd und entzündungshemmend) , der Aufrechterhaltung der Kreislauftätigkeit und als Strukturaufbau einiger Organe.


3.) Proteine = Eiweiße (Aminosäuren)

Eiweiße sind vor allem Aufbaustoffe. Sie sind Voraussetzung für zahlreiche körpereigene Prozesse, so auch für den Aufbau von Muskulatur und Stützgewebe. Ohne Proteine und ihre Bestandteile, die Aminosäuren verzögert sich der Aufbau von Binde- und Granulationsgewebe sowie das Wachstum der Zellen des betroffenen Gewebes. Es gibt verschiedene Gruppen, die sich der Körper aus Aminosäuren aufbaut :

• Hormone z.B. Insulin, Wachstumshormon für den Glukosestoffwechsel
• Strukturproteine z.B. Kollagen, Keratin, Elastin für Aufbau von Haaren, Haut, Nägel und Bindegewebe
• Schutzproteine wie Fibrinogen, Immunglobuline und Thrombin wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und Körperabwehr
• Proteine mit Transportfunktion wie z.B. Hämoglobin, Lipoprotein und Transferrin, die Sauerstoff, Fette und Eisen transportieren
• Enzyme die als Biokatalysatoren agieren
• essentielle Aminosäuren z.B das Arginin, die nicht vom Körper hergestellt werden können und somit zugeführt werden muss. Sie sind wichtig für das Immunsystem, die u.a. die Synthese von T- Helferzellen und Lymphozyten stimulieren. Arginin ist darüber hinaus wesentlich für den Kollagen aufbau und die Produktion von Wachstumshormonen und damit ein ausschlaggebender Faktor in der Wundheilung !


4.) Vitamine

Auch sie können nicht vom Körper selbst hergestellt werden, sind organische Substanzen, die der Körper zum Leben braucht. Viele Vitamine sind Bestandteile von Enzymen. Sie sind Grundlage für wichtige Stoffwechselvorgänge und fördern die Kollagenbildung. Es gibt fett- und wasserlösliche Vitamine und sie haben unterschiedliche lange Speicherzeiten.

Vitamin A : ist fettlöslich ; ist z.B. ein Schutzstoff des Hautgewebes, erhöht die Widerstandskraft gegen Infektion und begünstigt Wachstum und Entwicklung.. Ein Mangel führt zu verzögertem Hautgewebeaufbau, verlangsamter Kollagensynthese, verminderter Kollagenstabilität und gehäuften Infektionen.

Vitamin B 1 : ist wasserlöslich ; es spielt für den Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße eine Rolle und ist besonders für den enzymatischen Stoffwechsel des Nervengewebes und der Sinnesorgane wichtig.

Vitamin B 2 : ist wasserlöslich ; greift als Wirkungsgruppe des gelben Atmungsfermentes in die Zellatmung ein.

Vitamin B 6 : ist wasserlöslich ; greift in den Stoffwechsel der Aminosäuren ein, indem es Bestandteil verschiedener Enzyme ist.

Vitamin B 12 : ist ein Reifungsstoff der roten Blutzellen. Es ermöglicht den Aufbau von Aminosäuren.

Vitamin C : ist wasserlöslich ; wird nicht gespeichert; hilft beim Aufbau der Kollagensynthese zur Stabilität. Bei Mangel führt es zu Wundheilungsstörungen und vermehrter Brüchigkeit der Gefäße

Vitamin D : ist fettlöslich ; regelt den Phosphorspiegel des Blutes und ist damit für die Knochenbildung und - mineralisierung lebenswichtig. Ein Mangel führt zu Deformitäten der Knochen.

Vitamin E : ist fettlöslich ; stabilisiert die Membranen, wird empfohlen um die Narbenbildung zu regulieren, greift bei der Bildung von Muskulatur ein und ist an der Entstehung der Grundsubstanz elastischer und kollagener Fasern beteiligt.

Vitamin K : ist fettlöslich ; spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Ein Mangel wirkt sich indirekt über die Bildung der abhängigen Gerinnungsfaktoren durch eine vermehrte Blutungsneigung mit bakterieller Superinfektion im Wundbett aus.


5.) Mineralstoffe

Mineralstoffe sind ebenfalls lebenswichtige Nährstoffe und haben eine tragende Rolle in der Immunabwehr und Wundheilung. Die meisten Mineralsalze entstammen der tierischen und der pflanzlichen Nahrung. Sie regulieren den Wasserhaushalt, Säure- Basen- Haushalt , liefern Elektrolyte (dazu gehören z.B. Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium) und steuern den osmotischen Druck in den Körperflüssigkeiten. Die Voraussetzung zum Einbau von z.B. Calcium in den Knochen ist das Vitamin D. Krankheitszustände, wie z.B. der Durchfall können zu akuten Verlusten führen, die einen schnellen Ausgleich notwendig machen.


6.) Spurenelemente

Sie werden zur optimalen Aufnahme von den Makronährstoffen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße benötigt. Sie verbessern die Narbenbildung nach OP´s und sind in allen Wundheilungsphasen wichtig. Zu den Spurenelementen gehören : Zink, Eisen, Jod, Selen, Mangan, Kobalt , Kupfer und Chrom. Vor allem Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung, bei Wundheilung und beim Zellwachstum.


Bei chronischen Wunden haben wir einen gesteigerten Bedarf an Energie und Nährstoffen. Denn bei der Wundheilung findet ein aufwendiger Wiederherstellungsprozess statt. Die Nahrung ist ein wesentlicher Faktor für einen erfolgreichen Heilungsverlauf.

Wie kann man eine Mangelernährung erkennen ?

Gewichtsverlust / Appetitlosigkeit / Antriebslosigkeit / Müdigkeit / Widerwillen gegen Fleisch / Verlässliche Screeningmethoden (z.B. NRS, MUST, MNA, PEMU) / Body Mass Index / Laboruntersuchungen.



Ursachen einer Mangelernährung ?

Körperliche Gründe :

Kau- und Schluckstörungen
Aufnahmestörungen bei Magen- Darmerkrankungen
Krankheiten wie Herzschwäche,
Bronchitis,
Magengeschwür,

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