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Therapie: MLD & Kompressions-Strümpfe

  • Bewegung mit Kompression im aeroben Stoffwechselbereich
  • Diät (um das begleitende Übergewicht zu reduzieren)
  • KPE/ML (Manuelle Lymphdrainage)
  • Apparative intermittierende Kompression- Kompressionsbestrumpfung (AIK/IPK)
  • Psychotherapie
  • Operative Korrekturen (Plastische Chirurgie)

MLD beim Lipödem

Bei reinem Lipödem  ist festzustellen , dass dieses nicht als Indikation für Manuelle Lymphdrainage im Heilmittelverzeichnis steht .In einem " Analogschluss " kann sie seriell bei Nachweis dellbarer Ödeme und Beschwerden verordnet werden. Bei LipoLymphödem gelten dann die Regeln  wie bei Lymphödem ( Dieses wird aber nach meiner Erfahrung öfters falsch festgestellt) Bei Lipödem ist wegen der erhöhten Kapillarpermeabilität die Kompression von vorrangiger Bedeutung.  Dr.Martin Földi Klinik

Die Lymphdrainage kann nur die angesammelte Flüssigkeit verschieben, die Kompression verhindert, dass sich Flüssigkeit ansammelt. Deshalb ist die Hauptsäule der Lipödemtherapie die Kompression und nicht die MLD  Dr.Schingale Lympho Opt Klinik

lipoedem therapie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ernährung beim  Lipödem

Da die Patienten sehr häufig an einer Störung ihres Selbstwertgefühles leiden, versuchen sie mit Fastenkuren die Fettverteilungsstörung im Bereich der unteren Extremitäten anzugehen, insbesondere da die Beratungen auch durch Familie, zudem durch privates, berufliches Umfeld und leider oft auch durch fachunkundige Ärzte erfolgt. Die damit erzielte Gewichtsreduktion hat jedoch keinerlei Einfluss auf die Beinumfangsmasse. Weitere Infos zur Ernährung finden  Sie hier

Diät: Das Lipödem ist nicht ernährungsbedingt und ist damit durch Fastenkuren nicht beeinflussbar.

Nahrungsergänzungsstoffe: Nach einer an 28 Frauen durchgeführten Studie muß davon abgeraten werden, da kein Erfolg feststellbar war

Medikamentöse Behandlung: Das Lipödem ist weder durch Medikamente, Tabletten oder Salben beeinfluss- oder heilbar.

Sport: Der alleinige Sport ohne Kompression der Beine von außen erbringt ein Muskelwachstum und somit eine Zunahme der Extremitätenumfänge. Meine Empfehlung geht dahin, mit der Kompressionsstrumpfhose 2-3 mal pro Woche 45 Minuten Sport mit einer Pulsfrequenz bis 130/Minute zu betreiben. 

Komplexe physikalsiche Entstauung: Bei der KPE wird mit der zentralen Behandlung begonnen, um dann auf die Extremitäten überzugehen. Wegen der Schmerzhaftigkeit zu Beginn der Behandlung erfolgt eine „sanfte" Lymphdrainage und im Anschluß daran auch eine leichte Bandagierung, um im Laufe der Behandlung bei Nachlassen der Schmerzen auf verstärkte Griffformen und Bandagierungen über zu gehen.

Apparative intermittierende Kompression: Wir verwenden eine 12-Kammer-Hose bei der Wechseldruckbehandlung und beginnen mit einem Druck von 30 mmHg, um dann schrittweise auf 60-80mmHg zu erhöhen.

Kompressions-Bestrumpfung Lipödem 

Kompressionsbestrumpfung: Beim Lipödem Stad. 1 und beginnendem Stad.2 zeigen sich sehr gute Erfolge mit einer rundgestrickten Kompressionsstrumpfhose, die bei der sportlichen Betätigung getragen wird. Die sportliche Betätigung sollte aus allgemeiner Aerobic, Steppaerobic, Steppen, Radfahren oder Training mit dem Laufband als Ausdauertraining durchgeführt werden. Die rundgestrickte Kompressionshose allerdings nur als Kompromiss, da anfänglich die Patientinnen wegen der Fettverteilungsstörung durch die Flachstrickhose noch mehr psychisch belastet werden.

Lipödem Stad. 2
Hier steht unserer Erfahrung nach die intermittierende apparative Kompressionstherapie im Vordergrund mit anschließendem Tragen einer Kompressionsstrumpfhose. Hier ist ebenfalls Rundstricktechnik möglich, es sollte aber die Flachstricktechnik(Strümpfe mit Naht) vorgezogen werden.

Lipödem Stad. 3
Beim Lipödem Stad. 3 mit deformierenden Fettlappen ist in jedem Fall die komplexe physikalische Entstauung wie bei einem Lymphödem erfolgreich, wobei insbesondere im Anfangsstadium bei noch bestehender deutlicher Schmerzhaftigkeit die manuelle Lymphdrainage nur leicht durchgeführt werden kann, ebenso wie die intermittierende, apparative Kompressionstherapie nur mit einem Druck von 30-60 mm Hg erfolgen kann. Die Kompressionsbandagierung benötigt zusätzliche Schaumstoffunterfütterung im Bereich des Unterschenkels bei Schmerzhaftigkeit.

Lipolymphoedem: Das kombinierte Lipödem, welches in einem Lymphödem vorliegt folgt den Therapierichtlinien des Lymphoedems. Unterstützend ist in jedem Fall in allen Fällen die Gewichtsreduktion, Versuch auf einen BMI und 19 und 25 zu kommen, in jedem Fall ab einem BMI von mehr als 28 Reduktionsdiät in Kombination mit der komplexen physikalischen Entstauung.

Kompressionsbestrumpfung KKL und - Arten: Bei den Kompressions - strümpfen unterscheiden wir rundgestrickte und flachgestrickte. Die rundgestrickten Kompressionsstrümpfe werden ähnlich wie normale Damenstrümpfe nahtlos gestrickt: die Maschenzahl über der gesamten Strumpflänge gleich. Die unterschiedlichen Umfänge eines Beines werden durch eine unterschiedliche Vordehnung des elastischen Fadens erreicht, sodass das Gestrick in diesem Bereich insgesamt dünner wirkt. Die flachgestrickten Kompressionsstrümpfe werden Reihe für Reihe nach einem Strickschema erstellt. Die unterschiedlichen Umfänge erfolgen durch die Veränderung der Maschenzahl pro Reihe. Durch dieses Strickverfahren können auch sonst undenkbare Formen und Größenunterschiede passgerecht hergestellt werden. Die Strümpfe zeichnen sich durch einen perfekten Sitz und einen exakten Kompressionsdruck aus. Der Strumpf ist nicht so überdehnbar wie der rundgestrickte.

Kompressionsklassen: Die Kompressionsklasse gibt den Druck an, den der Strumpf auf der Hautoberfläche ausübt. Gemessen wird er an der Fessel. Der Druck sollte an der Fessel am
höchsten sein und gleichmäßig bis zur Leiste etwas abfallen, damit die Flüssigkeit auch hier zum Körper hin transportiert werden kann. Die Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse I haben eine leichte Kompression und sind überwiegend für Armlymphödeme geeignet. Ebenso werden wie die Kompressionsstrümpfe der Kompressionsklasse II mit einer mittleren Kompressionswirkung überwiegend bei Armlymphödemen eingesetzt. Die Kompressionsklasse III und IV ist für Lymphödeme und Lipödeme mit kräftiger bis sehr kräftiger Kompressionswirkung angezeigt. Bei Veränderungen an den Gelenken, wo der Patient nicht in der Lage ist sich entsprechend bewegen, kann man auch leichtere Kompressionsklassen verordnen, die dann mehrfach übereinander gezogen werden, sodass hier z.B. eine Kompressionsklasse I mit einer Kompressionsklasse II getragen werden kann.

Weitere Therapie Möglichkeiten

Psychotherapie: Die Patienten haben Minderwertigkeitskomplexe und teilweise auch Verhaltungsstörungen im Essen, sodass eine entsprechende Therapie eingeleitet werden muss.

Operative Korrekturen: Bei Lipödem-Patientinnen kann die lymphologische Liposkulptur durchgeführt werden. Es konnte erwiesen werden, dass der Lymphabfluß nach diesen Eingriffen verbessert wurde. Wichtig ist jedoch die Wet-Technik mit Rüttler-Kanüle sowie das parallele Absaugen in Längsrichtung, da die Lymphgefäße einen Längszug tolerieren, bei Querzug wie es bei der Criss-cross-Technik der Fall ist aber leicht zerreißen können. Die Patientinnen benötigen in den meisten Fällen nach der Operation keine konservative Therapie mehr, die Berührungsempfindlichkeit verschwindet überwiegend bereits nach der 1. operativen Sitzung.

Dr. Schingale Chefarzt Lympho Opt Klinik


Was soll ich als Patient beachten

Prof. Dr. Curt Diehm; Beim Lipödem handelt es sich um eine anlagebedingte fast ausschließlich bei Frauen vorkommende beiderseits auftretende Fettverteilungsstörung mit einer oft reithosenartigen Schwellung der Beine. Meist tritt die Erkrankung schon nach der Pubertät auf. Sowohl normalgewichtige als auch übergewichtige Frauen sind betroffen. Die betroffenen Patientinnen leiden meist unter erheblichen seelischen Problemen. Es ist wichtig, dass das Krankheitsbild frühzeitig erkannt wird, da sich sonst aus dem noch „weichen Lipödem" ein ausgeprägtes Lymphödem (Lymphabflussstörung) und eine sog. Liposklerose (Verdickung und Verhärtung des Unterhautfettgewebes) entwickeln kann.

Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig in die Hände einer Spezialistin/eines Spezialisten begeben. Wichtig ist auch eine gründliche Untersuchung, bei der alle möglichen Ursachen von Ödembildungen und Schwellneigungen abgeklärt werden. Geben Sie sich niemals zufrieden mit Aussagen wie: „das ist eine Fettgewebswucherung, da kann man nichts machen, das ist aussichtslos!".

Körperpflege / Hygiene

• Achten Sie auf Sauberkeit und gründliche Hautpflege.
• Die Haut darf nicht trocken und rissig sein. Zur Erhaltung des Säureschutzfilms keine alkalische Seife, sondern Seife mit saurem pH verwenden. Auch keine reizenden und allergiesierenden Kosmetika verwenden.
• Während der Nachtruhe und wenn möglich in mehreren Pausen auch tagsüber Beine hochlegen.
• Vorsicht vor Fuß- und Nagelpilz: Suchen Sie bei ersten Anzeichen (juckende Rötung, gelbe brüchige Nägel, Einrisse zwischen den Zehen) sofort den Arzt auf.
• Keine knetenden Massagen im Ödembereich (außer Lymphdrainagen), keine festen Hautbürsten.
• Keine Wärmebehandlung (z. B. wärmende Salben, Fango, Solarien, Infrarotbestrahlung, Bäder an der betreffenden Extremität).
• Vorsicht vor Frostschäden (bei kalter Witterung).
• Vorsicht vor Verletzungen, Kratzern, Bissen, Insektenstichen, Quetschungen, Blutergüsse (schützende Kleidung tragen). Im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
• Den Arbeitsplatz auf Verletzungsgefahr überprüfen.
• Rauchen und Alkohol sind in jedem Fall gesundheitsschädlich und sollten vermieden werden.

lipoedem verhalten

 Hautpflege

Hautpflege für die tägliche Anwendung bei Lipödemen. Zur Pflege von strapazierter, trockener und schuppender Haut nach dem Tragen von Kompressionsbekleidung.

Die Lotion spendet wohltuende Feuchtigkeit und schützt die Haut vor dem Austrocknen.Trockene, rissige Haut an den Füßen ist für viele ein Tabu-Thema. Ödempatienten sind oft betroffen, weil das natürliche Gleichgewicht ihrer Haut beeinträchtigt ist. Von der sorgfältigen Haut- und Fußpflege profitiert das gesamte Wohlbefinden. Mit der neuen entsprechenden Pflege ist es ganz einfach, die Füße wieder schön und geschmeidig zu pflegen. Ohne Schwielen, Hornhaut oder Risse an den Füßen läuft man wieder leichter und schmerzfreier, wenn Druckstellen stören. Ein gutes Hautbild mindert auch die Gefahr von Entzündungen. Und nicht zuletzt schonen gepflegte Füße auch das Gestrick der Kompressionsstrümpfe. 

Die Auswahl der Präparate ist eingeschränkt, weil unter einem Kompressionsverband nur Präparate verwendet werden sollten, die schnell genug einziehen, nicht zu fett Der Patient zusätzlich zur Abdichtung durch den Verband keine Okklusion durch die Fettanwendung haben sollte, denn wo zuviel Fett ist, wird es rutschig.

 

Kleidung

• Tragen Sie keine einengende Kleidung. Kleidungsstücke dürfen keinen Druck auf die Haut ausüben und nicht einschneiden.
• Achten Sie darauf, dass Ihre Bewegungsfähigkeit erhalten bleibt und der Venen- und Lymphabfluss nicht behindert wird.

 

Ernährung und Sport

• Das Lipödem ist nicht Ausdruck von Fettsucht/Übergewicht. Es macht keinen Sinn eine Abmagerungskur zu empfehlen. Dennoch sollten Sie versuchen, Ihr Normalgewicht zu halten bzw. zu erreichen. Eine ausgewogene Ernährung (Mischkost mit viel Obst und Gemüse und mäßigem Salzgehalt). Spezielle Diäten sind sinnlos.
• Trinkmenge je nach Durstgefühl (mind. 2 Liter/Tag).
• Generell fördert Bewegung und Gymnastik den Rückfluss in Venen und Lymphgefäßen aber keine schweren Lasten tragen, keine zerrenden Bewegungen.
• Schwimmen, spazieren gehen, Radfahren sind empfehlenswert. Tip: Lieber L + L (Laufen und Liegen) als S + S (Sitzen und Stehen).

Reisen

• Meiden Sie Urlaubsgebiete mit feuchtwarmem Klima und starkem Insektenvorkommen. Für den Bedarfsfall Antibiotika mitnehmen (Dosierung legt Ihr Arzt fest).

Spezielle Therapiemaßnahmen

• Am wichtigsten ist die frühzeitige und konsequente Kompressionstherapie. Nur so kann der Übergang des Lipödems in ein Lymphödem und eine sog. Liposklerose verhindert werden.
• Die Therapie der Wahl besteht in der komplexen Entstauungstherapie. Anfangs empfehlen sich manuelle Lymphdrainagen, später kann auch eine apparative intermittierende Kompressionstherapie eingesetzt werden.
• Wenn die Lymphdrainagen anfangs schmerzhaft sein sollten – lassen Sie sich nicht entmutigen, die Schmerzen lassen in der Regel nach einer Woche wieder nach.
• Der Strumpf soll erst dann angepasst werden, wenn durch intensive manuelle Lymphdrainagen bzw. Kompressionsbandagierung die Ödeme weitgehend mobilisiert sind.
• Wenn die Beine/Arme wieder „in Form" sind muss langfristig ein Kompressionsstrumpf getragen werden.
• Bei einer sehr starken Fettgewebsvermehrung im Hüftbereich kann auch eine Liposuktion (Fettabsaugung) durchgeführt werden. Vorraussetzung ist allerdings, dass die Lymphgefäße sekundär noch nicht miterkrankt sind.

Prof. Dr. Curt Diehm, Chefarzt Innere Medizin, Klinikum Karlsbad

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