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Ulcus cruris & seine Therapie

Mit 57 - 80% aller chronischen venösen Ulcerationen ist das Ulcus cruris venosum die häufigste Ursache nicht spontan heilender Wunden. Es entsteht als Folge einer chronischen venösen Insuffienz durch länger anhaltenden, venösen Bluthochdruck und ist das schwerste Stadium eines chronischen Venenleidens. Hiervon sind 0,7% der erwachsenen Bevölkerung betroffen.

Definition des Krankheitsbildes

Unter einem Ulcus cruris venosum versteht man einen Substanzdefekt oder gar Gewebeverlust der Haut, der meist am Unterschenkel im Bereich der Innenknöchel auftritt. Die Ursache des Ulcus cruris venosum ist eine längerfristig bestehende Drucküberlastung des Venensystems im Bereich der unteren Extremitäten. Dies wird durch eine Schwäche des tiefen wie auch des oberflächlichen Venensystems hervorgerufen.

Etwa 60 - 80% aller Ulcera sind venösen Ursprungs, ca. 20% sind rein arterieller Genese. Rund 10% aller Ulcera cruris werden durch eine gemischte arteriell-venöse Durchblutungsstörung verursacht.

ulcus cruris

Entstehung einer venösen Insuffizienz

Die Venen allein sind nicht in der Lage, das Blut selbstständig gegen die Schwerkraft aus den Beinen zum Herzen zurück zu pumpen. Dies übernimmt die so genannte Wadenmuskelpumpe.

Bei jeder Anspannung der Muskulatur werden dabei die Venen des Unterschenkels ausgepresst und das in ihnen enthaltene Blut in Richtung Herz gepumpt. Die Venenklappen dieser Gefäße, welche ähnlich wie Rückhalteventile arbeiten, verhindern beim venengesunden Menschen den Blutrückfluss auf Grund der Schwerkraft. Bei einer venösen Insuffizienz (Venenschwäche) jedoch schließen die Venenklappen nicht oder unvollständig. Dadurch "versackt" das Blut bei Entspannung der Wadenmuskulatur in Füßen und Unterschenkel und führt dort zu einem venösen Stauungssyndrom

Ursachen für die venöse Insuffizienz (Venenschwäche) können sein

  • Vererbung
  • Alterungsprozess
  • Schwangerschaft
  • Berufliche Belastung durch stehende oder sitzende Tätigkeiten

Symptome für Ulcus cruris

  • geschwollenes Fußgelenk und Bein
  • Dermatitis
  • Hautverfärbungen am und über dem Fußgelenk
  • Offene, nässende Wunde

Gewebsuntergang infolge Zirkulationsstörung

Schließen die Venenklappen nicht mehr richtig, so kommt es zunächst zu einer Erhöhung des Drucks im Venensystem der Beine. Darüber hinaus ist das Venensystem nicht in der Lage, durch Aktivierung der Wadenmuskulatur (z. B. beim Gehen) eine Druckreduktion durch "Abpumpen" von Blut zu bewirken. Dieser Zustand wird als ambulatorische venöse Hypertonie bezeichnet. In deren Folge kommt es zu einer Störung der Ernährungssituation des umliegenden Gewebes, was zu einer chronischen Entzündung mit möglichem Gewebsuntergang führen kann. Das Ulcus cruris (offenes Bein) bildet letztlich die Endstufe dieses Prozesses.

Damit es gar nicht erst zum Ulcus kommt ...

Durch eine rechtzeitige Kompressionsbehandlung bereits zu Beginn einer venösen Erkrankung kann die Entwicklung eines Ulcus cruris venosum verhindert werden.

Ulcus cruris venosum – Ein Thema, das behandelt werden muss. Als eine der wichtigsten, nicht invasiven Maßnahmen zur Behandlung des Ulcus cruris venosum hat sich die medizinische Kompressionstherapie etabliert. Diese verringert das venöse Stauungssyndrom und damit die Hauptursache der Erkrankung.

Die Kompressionstherapie ist eine Behandlungsform, deren Erfolg zweifelsfrei klinisch nachgewiesen ist. Sie ist in der Lage, den venösen Rückstrom zu beschleunigen und die Druckbelastung des Venensystems zu reduzieren oder sogar ganz zu beseitigen.

Die älteste Behandlungsform des Ulcus cruris venosum ist der Kompressionsverband mit Kurzzugbinden, welche jedoch mit gewissen Nachteilen verbunden ist.

So schreibt Prof. M. Jünger in einem Gutachten: "Nach den Erfahrungen aus der ärztlichen Praxis lockert sich der Verband nach wenigen Stunden und verrutscht. Der Verband hat dann keine komprimierende Wirkung mehr. Der Anpressdruck reduziert sich über einen Zeitraum von 8 Stunden signifikant." Heute werden deshalb immer öfter moderne Kompressionsstrumpfsysteme erfolgreich in der medizinischen Praxis angewendet. 

Kompr.-Strümpfe für Ulcus cruris von: Bauerfeind, Medi, Jobst, Lohmann-Rauscher


medi Wundtherapiekonzept

Effektive Behandlung des Ulcus cruris venosum in drei Schritten

Das medi Wundtherapiekonzept basiert auf den deutschen Leitlinien zur Behandlung des Ulcus cruris venosum und bietet effektive Produkte, abgestimmt auf die einzelnen Phasen der Therapie. Der aus drei Phasen (Wundreinigung, Therapie der Grunderkrankung und Rezidivprophylaxe) bestehende Therapieansatz unterstützt Ärzte und Pflegepersonal dabei ihre Patienten leitliniengerecht, individuell zu behandeln und einen langfristigen Therapieerfolg zu sichern. 

Wundreinigung

Mit UCS Debridement, eine bereits in Reinigungslösung vorgefeuchtete und sterile Kompresse, lassen sich Wunde, Wundrand und Wundumgebung reinigen und befeuchten, um eine verbesserte Wundheilung zu erzielen. Denn: Nur eine saubere Wunde kann heilen. 

Therapie der Grunderkrankung

medi bietet mit der adaptiven Kompressionsversorgung circaid juxtacures eine vorteilhafte Alternative für die Therapie des Ulcus cruris venosum. Anhand des Fessel- und Wadenmaßes an die individuelle Beinform des Patienten angepasst, kann die Versorgung mithilfe der Klettverschlussbänder einfach angelegt werden. Um sicherzustellen, dass der optimale Kompressionsdruck angelegt ist, wird mithilfe der Messkarte des integrierten Built-In-Pressure Systems (BPS) der Druck eingestellt und bei Abweichungen nachjustiert. So lässt sich der medizinisch erforderliche Kompressionsdruck den ganzen Tag über gleichmäßig halten - für eine optimale Therapie. Sobald sich der Umfang des Beines durch die Entstauung des Ödems reduziert, kann der circaid juxtacures einfach auf die neuen Umfänge angepasst werden. 

Ist das Ödem komplett entstaut, kann auf das Ulcus-Strumpfsystem mediven ulcer kit umgestellt werden. Das Zweikomponenten-System verfügt über einen Unterziehstrumpf, welcher elementares Silber für eine optimierte Hygiene enthält. Dank einem Druck von 20 mmHg kann dieser bis zu 24 Stunden getragen werden. Tagsüber, in den mobilen Phasen, wird ein optisch dezenter, rundgestrickter Kompressionsstrumpf mit ebenfalls 20 mmHg übergezogen, um die Kompression in den mobilen Phasen zu verstärken. 

Rezidivprophylaxe

Bei einem Ulcus cruris venosum besteht, auch nach Wundverschluss, weiterhin die Grunderkrankung, die chronische Veneninsuffizienz. Um den Therapieerfolg langfristig zu halten, sollte die Kompressionstherapie weiterhin angewandt werden. Für eine bessere Adhärenz stehen den Patienten mediven Kompressionsstrümpfen mit einer großen Auswahl an Farben und Varianten zur Verfügung. Bei Patienten mit einer Lymphödemneigung sind flachgestrickte Kompressionsstrümpfe (z. B. mediven 550 Bein) die optimale Wahl. Liegt eine Phlebödemneigung vor, kommen rundgestrickte Kompressionsstrümpfe (z. B. mediven forte) zum Einsatz. Damit kann jeder Patient individuell versorgt werden, um den Therapieerfolg langfristig zu erhalten. 

Weitere Informationen finden Sie auf www.medi.biz/wunde


 

JOBST® UlcerCARE 

JOBST® UlcerCARE Standard Kompressions-Therapiesystem 

 

 

 

 

 

 

 

Das 2in1-Therapiesystem

JOBST® UlcerCARE: das innovative 2in1-Therapiesystem zur Behandlung venöser Ulzera – bestehend aus einem Kompressionsstrumpf sowie einem feinen Kompressions-Unterziehstrumpf zur Fixierung der Wundauflage.

Medizinisch wirksam

Das Therapiesystem übt einen ärztlich empfohlenen Kompressionsdruck von 40 mmHg* auf das Bein aus – von distal nach proximal abnehmend.

Klinisch geprüft

Wissenschaftliche Studien bestätigen JOBST® UlcerCARE in der klinischen Anwendung hohe Heilungsraten und außergewöhnlich geringe Rezidivraten.

Einfach anzuziehen

JOBST® UlcerCARE macht dem Patienten das Anziehen einfach: durch einen rückseitigen Reißverschluss mit praktischem Ziehring.

Silber ist ein Klassiker in der Wundversorgung, denn es wirkt bereits in kleinen Konzentrationen lang anhaltend gegen ein breites Spektrum von Bakterien. Das Besondere an mediven ulcer ist das fest mit dem Fadenmaterial verbundene elementare Silber.  Es verhindert die Entstehung von Gerüchen und schließt die Bildung von Keimresistenzen aus. So wirkt mediven ulcer auch bei antibiotikaresistenten Keimen antibakteriell und antimykotisch - und dies dauerhaft. 

www.jobst.de


Bauerfeind VenoTrain® ulcertec - mit der Faser LYCRA®

Der spezielle Kompressionsstrumpf für die Ulcus cruris Therapie



Ulcus cruris venosum („offenes Bein“) ist die schwerste Form chronischer Venenleiden. Der VenoTrain ulcertec wurde von Bauerfeind entwickelt, um die Kompressionstherapie dieser Krankheit erfolgreicher und gleichzeitig angenehmer zu machen. Er sieht aus wie ein normaler Strumpf, kann im Gegensatz zu Verbänden aber nicht verrutschen und übt dauerhaft den zur Heilung notwendigen Druck auf das Bein aus.

 

  • kombinierter Ober und Unterstrumpf
  • patentiertes Spezialgestrick
  • zuverlässige Wirksamkeit

www.bauerfeind.de


 

Lohmann & Rauscher Actico® UlcerSys  

Medizinisches Kompressionsstrumpfsystem

Anwendungsbereiche

  • zur Therapie des Ulcus cruris venosum nach der Ödemreduktion
  • zur Prävention von Rezidiven chronisch venöser Ulzera
  • bei Stauungsdermatosen (z.B. Ekzem, Pigmentierung, Lipodermatosklerose, Atrophie blanche)
  • bei venösen Ödemen
  • zur Behandlung des postthrombotischen Syndrom
  • zur Nachbehandlung bei Verödungstherapie und Varizenoperationen
  • nach Venen-Entnahme für eine Bypass-OP (Herz-OP)

So einfach: Actico UlcerSys bei Ulcus cruris venosum.

Entdecken Sie, wie einfach die Versorgung schwerer Venenleiden sein kann: mit Actico UlcerSys, einem zweilagigen, medizinischen Kompressionsstrumpfsystem, das insbesondere zur Therapie und Rezidivprophylaxe des Ulcus cruris venosum eingesetzt wird. Während in der anfänglichen Entstauungsphase Kurzzugbinden zum Einsatz kommen, ist Actico UlcerSys in der Entstauungsphase nach Ödemreduktion und in der Erhaltungsphase über der versorgten Wunde anzuwenden.
 
 

So komfortabel: Der Unterstrumpf.

A) flaches Bündchen für zuverlässigen Halt
B) spezielle Strickkonstruktion (Inlay-yarn) sorgt für dauerhaft guten Sitz
C) flache Zehennaht für hohen Tragekomfort
D) verstärkte Fersenkonstruktion
So zuverlässig: Der Oberstrumpf.

E) feine Oberflächenstruktur für dezente Optik
F) flaches Bündchen für guten Sitz
G) Fersenkonstruktion für gute Passform

 
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