Beim Wort Lipödem denken die meisten Menschen zuerst an:
Doch auch die Arme können betroffen sein.
Die aktuelle deutsche S2k-Leitlinie beschreibt ein Lipödem als disproportionale Fettgewebsvermehrung der Extremitäten mit entsprechenden Beschwerden. Die Beine sind typischerweise betroffen, seltener zusätzlich beziehungsweise auch die Arme. AWMF Leitlinienregister
Dabei können sich Veränderungen zeigen an:
Ein besonders wichtiger diagnostischer Hinweis ist:
Kräftige Oberarme allein bedeuten noch kein Lipödem.
Für die Diagnose sind neben der typischen symmetrischen Fettverteilung vor allem die Beschwerden entscheidend.
Dazu gehören nach der aktuellen deutschen Leitlinie insbesondere:
Ja.
Die deutsche S2k-Leitlinie beschreibt ausdrücklich eine mögliche Fettgewebsvermehrung an:
beziehungsweise beiden Abschnitten. AWMF Leitlinienregister
Auch internationale Übersichtsarbeiten nennen die Arme als mögliche Lipödemlokalisation. PubMed
Allerdings sind die Beine insgesamt die klassischere und häufigere Lokalisation.
Das klinische Erscheinungsbild kann unterschiedlich ausgeprägt sein.
Die deutsche Leitlinie beschreibt die Erkrankung an den Beinen und/oder Armen. AWMF Leitlinienregister
Für die Diagnose zählt deshalb nicht einfach die Regel:
„Arme dürfen nur betroffen sein, wenn auch die Beine betroffen sind.“
Entscheidend ist das gesamte klinische Muster.
Möglich ist eine symmetrische Fettgewebsvermehrung insbesondere im Bereich:
Die Leitlinie beschreibt charakteristische dolente Fettgewebsvermehrungen in der Trizepsregion. AWMF Leitlinienregister
Betroffene berichten beispielsweise:
„Meine Oberarme sind im Verhältnis zum Oberkörper deutlich kräftiger.“
oder:
„Schon leichter Druck auf den Oberarm tut unangenehm weh.“
Auch die Unterarme können betroffen sein.
Die Fettgewebsverteilung kann sich:
zeigen. AWMF Leitlinienregister
Dabei kann am Handgelenk ein deutlicher Übergang sichtbar werden.
Beim klassischen Lipödem ist die Hand selbst nicht betroffen.
Das bedeutet:
Der Unterarm kann deutlich umfangreicher sein, während:
relativ normal erscheinen.
Dadurch kann am Handgelenk ein sichtbarer:
entstehen.
Die Leitlinie bezeichnet dieses Erscheinungsbild auch als Muff- beziehungsweise Kragenbildung. AWMF Leitlinienregister
Stellen Sie sich einen Ärmel vor, der genau am Handgelenk endet.
Der Unterarm wirkt:
während die Hand deutlich schlanker bleibt.
Dieser Übergang kann bei einem Arm-Lipödem vorkommen.
Aber:
Weil Menschen sehr unterschiedliche Körperformen besitzen.
Kräftige Arme können entstehen durch:
Auch die aktuelle Leitlinie betont:
Die Morphologie lässt keinen sicheren Rückschluss auf die Stärke der subjektiven Beschwerden zu. AWMF Leitlinienregister
Genau wie im vorherigen Artikel zur Lipohypertrophie gilt:
Eine disproportionale Fettvermehrung ohne entsprechende Beschwerden sollte nach der deutschen Leitlinie nicht als Lipödem diagnostiziert werden. AWMF Leitlinienregister
Bei einem tatsächlichen Lipödem können am Arm auftreten:
Der Ober- oder Unterarm reagiert schmerzhaft auf Druck.
Schon relativ leichte Berührung kann unangenehm sein.
Der Arm schmerzt ohne direkten Druck.
Der Arm fühlt sich schwer, belastet oder unangenehm voll an.
Eine Frau hat:
Sie hat aber:
Allein aufgrund dieser Körperform sollte nicht automatisch ein Lipödem diagnostiziert werden.
Eine Patientin hat:
Hier passt das klinische Muster wesentlich eher zu einem Lipödem.
Eine erhöhte Hämatomneigung wird beim Lipödem häufig beschrieben.
Wenn die Arme betroffen sind, können deshalb auch dort schneller:
auffallen.
Sie sind jedoch kein ausreichendes Diagnosemerkmal.
Unser eigener Artikel zu Hämatomen erklärt die Zusammenhänge ausführlicher.
Nein.
Schmerzen am Oberarm können viele Ursachen haben.
Zum Beispiel:
Für Lipödem muss das gesamte Muster passen.
Diese beiden Erkrankungen müssen klar auseinandergehalten werden.
Grundproblem:
❤️ schmerzhafte Fettgewebserkrankung.
Typisch:
Grundproblem:
💧 gestörter lymphatischer Flüssigkeitstransport.
Möglich sind:
Ein besonders wichtiger Hinweis:
✋ Hand typischerweise ausgespart.
💧 Hand und Finger können mit betroffen sein.
Das ist diagnostisch hilfreich, aber auch hier gilt:
Ein einzelnes Merkmal reicht nicht für eine sichere Diagnose.
Ein Armlymphödem kann beispielsweise nach:
auftreten.
Mögliche Beschwerden sind:
Armlymphödem ist eine andere Erkrankung als Lipödem. PubMed
Ja.
Eine Patientin kann ein Lipödem der Arme haben und zusätzlich ein Lymphödem entwickeln.
Zum Beispiel nach einer Brustkrebsbehandlung.
Dann können zwei unterschiedliche Ursachen gleichzeitig zu Umfangs- und Gewebeveränderungen beitragen.
Eine Patientin hatte bereits vor einer Brustkrebsoperation:
Nach einer Lymphknotenoperation entwickelt sie zusätzlich:
Dann sollte nicht alles als:
„Das ist eben mein Lipödem.“
eingeordnet werden.
Ein zusätzliches Armlymphödem muss geprüft werden.
Lipödem zeigt sich typischerweise symmetrisch. AWMF Leitlinienregister
Wenn plötzlich:
passt das nicht einfach zum typischen Lipödemmuster.
Dann sollte nach einer anderen oder zusätzlichen Ursache gesucht werden.
Auch diese Abgrenzung kann schwierig sein.
Bei Adipositas steigt die Fettmasse häufig auch an:
Beim Lipödem ist dagegen eine disproportionale Fettgewebsverteilung der Extremitäten charakteristisch.
Aber:
Beide Erkrankungen können gleichzeitig vorkommen.
Eine Frau kann einen normalen BMI haben und dennoch ein Lipödem.
Eine andere kann:
haben.
Der BMI kann deshalb nicht entscheiden, wodurch ein kräftiger Oberarm entstanden ist.
Auch hier hilft Artikel 103.
disproportionale Fettverteilung ohne typische Schmerzen.
disproportionale Fettverteilung mit entsprechenden Beschwerden.
Diese Trennung gilt grundsätzlich auch für die Arme. AWMF Leitlinienregister
Der umgangssprachliche Begriff beschreibt meist lockeres beziehungsweise stärkeres Gewebe an der Unterseite des Oberarms.
Das kann auftreten durch:
Es bedeutet nicht automatisch Lipödem.
Die deutsche Lipödemleitlinie verwendet den Begriff für charakteristische Fettgewebsvermehrungen unter anderem in der Trizepsregion des Arms. AWMF Leitlinienregister
Der medizinische Kontext ist dabei wichtig:
Auch diese Formveränderung ist nur zusammen mit den Beschwerden diagnostisch relevant.
Bei manchen Betroffenen entsteht oberhalb oder unterhalb des Ellenbogens eine deutlich sichtbare Gewebevermehrung.
Das kann:
Die Beweglichkeit des Ellenbogens selbst sollte dabei erhalten beziehungsweise mitbeurteilt werden.
Bei stärker ausgeprägter Fettgewebsverteilung oder Schmerzen können Alltagsbewegungen unangenehmer werden.
Zum Beispiel:
Solche Beschwerden können funktionell relevant sein.
Gerade an Schulter und Arm sind andere Probleme häufig.
Zum Beispiel:
Eine eingeschränkte Schulterbewegung sollte deshalb nicht automatisch als Folge des Lipödems betrachtet werden.
Die Diagnose ist klinisch.
Beurteilt werden unter anderem:
Einen einzelnen Bluttest oder Bildgebungsbefund, der ein Lipödem eindeutig bestätigt, gibt es derzeit nicht.
Sind beide Arme ähnlich betroffen?
Oberarm, Unterarm oder beide?
Sind sie ausgespart?
Bestehen Druck-, Berührungs- oder Spontanschmerzen?
Seit wann bestehen die Veränderungen?
Gibt es Hinweise auf Lymphödem, venöse Probleme oder andere Erkrankungen?
Wenn eine Patientin sagt:
„Meine Hand wird inzwischen ebenfalls richtig dick.“
sollte dies nicht automatisch als normale Ausbreitung eines Lipödems betrachtet werden.
Die aktuelle S2k-Leitlinie formuliert ausdrücklich:
Eine echte Handschwellung verdient deshalb eine andere diagnostische Erklärung.
Nein.
Auch Finger können beispielsweise verändert sein durch:
Aber:
Eine dauerhafte Hand- oder Fingerschwellung passt nicht zum typischen reinen Lipödem und sollte abgeklärt werden.
Das Stemmer-Zeichen gehört zur Beurteilung eines Lymphödems.
Beim klassischen reinen Lipödem ist ein positives Stemmer-Zeichen nicht typisch.
Wenn es positiv ist, sollte insbesondere nach einem zusätzlichen lymphatischen Problem gesucht werden.
Unser vorheriger Artikel erklärt die Grenzen dieses Tests ausführlich.
Auch deutliches Pitting ist beim reinen Lipödem kein zentrales Diagnosemerkmal.
Wenn der Arm oder die Hand eine neue eindrückbare Schwellung zeigt, sollten:
Ursachen mitbedacht werden.
Wie bereits beim Schwellungsgefühl der Beine gilt:
Das subjektive Gefühl:
„Mein Arm ist geschwollen.“
bedeutet nicht automatisch, dass ein Lymphödem vorliegt.
Beim Lipödem stehen Schmerzen und andere subjektive Beschwerden im Mittelpunkt – nicht eine notwendige lymphatische Flüssigkeitsansammlung.
Kompression kann beim Lipödem eingesetzt werden, um:
zu reduzieren.
Die aktuelle deutsche Leitlinie richtet das Ziel ausdrücklich an der Symptomreduktion aus.
Die Kompression wird beim reinen Lipödem also nicht deshalb getragen, weil grundsätzlich „Lymphflüssigkeit aus dem Arm herausgedrückt“ werden müsse.
Je nach Befund können beispielsweise infrage kommen:
Welche Versorgung sinnvoll ist, hängt ab von:
Beim reinen Lipödem ist gerade die ausgesparte Hand ein typisches Merkmal.
Ob eine Handkomponente benötigt wird, sollte deshalb nicht schematisch entschieden werden.
Besteht zusätzlich ein Lymphödem mit Handschwellung, kann sich die Situation grundlegend unterscheiden.
Der Übergang zwischen voluminöserem Unterarm und schlanker Hand kann bei Kompressionsversorgungen anspruchsvoll sein.
Probleme können sein:
Dann sollte die Versorgung kontrolliert werden.
Lipödemgewebe kann druckempfindlich sein.
Eine Versorgung, die:
sollte überprüft werden.
Das Therapieziel ist Beschwerdelinderung – nicht möglichst hoher Druck um jeden Preis.
Regelmäßige Bewegung gehört zum Lipödemmanagement.
Für die Arme können beispielsweise infrage kommen:
Das Training sollte an:
angepasst werden.
Menschen mit Lipödem müssen ihre Arme nicht schonen, nur weil dort Lipödemgewebe vorhanden ist.
Muskelkraft kann im Alltag hilfreich sein.
Ein sinnvoller Einstieg ist:
Dann können manche Übungen unangenehm sein, bei denen:
Die Übungsauswahl kann entsprechend angepasst werden.
Wasser kann bei vielen Betroffenen angenehm sein.
Vorteile können sein:
Es sollte aber nicht als spezielle Methode zum „Entwässern eines Lipödemarms“ dargestellt werden.
Auch hier gilt unser neuer redaktioneller Standard:
MLD ist deshalb beim reinen Lipödem keine automatische notwendige Entstauung des Arms.
Wenn sie eingesetzt wird, kann beispielsweise die:
eine Rolle spielen.
Bei gleichzeitigem Lymphödem ist die therapeutische Ausgangslage eine andere.
Nicht routinemäßig jeden Tag.
Wenn Verlaufsmessungen medizinisch sinnvoll sind, sollten sie möglichst standardisiert erfolgen.
Aber beim Lipödem gilt:
Wichtiger sind auch:
Nach Belastung können Muskeln vorübergehend stärker durchblutet sein.
Auch Temperatur und Flüssigkeitshaushalt können kurzfristig das Körpergefühl verändern.
Eine einzelne kurzfristige Umfangsschwankung bedeutet deshalb nicht automatisch Krankheitsprogression.
Hier lohnt sich die genaue Frage:
Was hat sich tatsächlich verändert?
Zum Beispiel:
Diese Differenzierung hilft wesentlich mehr als die allgemeine Aussage:
„Es ist schlimmer geworden.“
Traditionell wurde Lipödem morphologisch in Stadien eingeteilt.
Die aktuelle Leitlinie legt jedoch deutlich mehr Gewicht auf die Beschwerden.
Die äußere Form erlaubt keine zuverlässige Aussage darüber, wie stark eine Patientin leidet. AWMF Leitlinienregister
Ein sehr sichtbarer Arm kann relativ wenig Schmerzen verursachen.
Ein weniger auffälliger Arm kann deutlich schmerzhaft sein.
Dieser Punkt ist besonders wichtig.
Nicht:
„Je größer der Oberarm, desto schlimmer das Lipödem.“
sondern:
Das entspricht ausdrücklich der aktuellen Leitlinie. AWMF Leitlinienregister
Arm-Lipödem kann praktische Probleme verursachen.
Zum Beispiel bei:
Ein Kleidungsstück, das stark auf empfindliches Gewebe drückt, kann Beschwerden verstärken.
Ein BH-Träger liegt normalerweise auf der Schulter, nicht direkt auf dem Oberarm.
Wenn Beschwerden dort auftreten, sollten:
mitgedacht werden.
Nicht jede Druckstelle im Bereich des Oberkörpers stammt vom Arm-Lipödem.
Manche Patientinnen mit druckempfindlichen Oberarmen empfinden die Blutdruckmanschette als unangenehm.
Das bedeutet nicht, dass Blutdruckmessungen grundsätzlich vermieden werden müssen.
Teilen Sie dem medizinischen Personal mit, wenn die Manschette ungewöhnlich starke Schmerzen verursacht.
Ein reines Lipödem ist kein Grund, Blutabnahmen am Arm grundsätzlich zu verbieten.
Das ist besonders wichtig, weil entsprechende Vorsichtsregeln manchmal mit denen eines Lymphödems verwechselt werden.
Bei einem zusätzlichen Armlymphödem oder nach bestimmten onkologischen Behandlungen kann die individuelle Situation anders sein.
Weil beide Erkrankungen verwechselt werden, erhalten Betroffene manchmal pauschale Empfehlungen wie:
Solche Aussagen lassen sich nicht einfach auf ein reines Lipödem übertragen.
Lipödem und Lymphödem brauchen unterschiedliche Begründungen und Therapieziele.
Bei entsprechend diagnostiziertem symptomatischem Lipödem kann eine Liposuktion grundsätzlich Teil der Therapieoptionen sein.
Die Indikationsstellung richtet sich jedoch nicht allein nach der Armform.
Entscheidend sind unter anderem:
Auch bei einer Liposuktion beim Lipödem geht es um krankhaft vermehrtes und symptomatisches Fettgewebe.
Es handelt sich nicht um eine Methode, mit der ein vermeintlicher Lymphstau einfach abgesaugt wird.
Diese begriffliche Trennung ist wichtig.
Dann sollte die Operationsplanung besonders sorgfältig erfolgen.
Das lymphatische System und bestehende Ödemprobleme müssen mitberücksichtigt werden.
Eine operative Lipödemtherapie ersetzt nicht automatisch die Behandlung eines zusätzlichen Lymphödems.
Wenn:
Zum Beispiel:
Eine neue Handschwellung gehört nicht einfach selbstverständlich zum Lipödem.
Nach Brustkrebsbehandlung kann ein sekundäres Armlymphödem auftreten.
Wenn eine Patientin bereits vorher ein Lipödem der Arme hatte, kann die neue Situation schwieriger zu erkennen sein.
Ein Hinweis ist insbesondere:
Dann sollte lymphologisch beziehungsweise medizinisch abgeklärt werden.
Schnell medizinisch abklären:
🚨 plötzlich deutliche einseitige Armschwellung
🚨 starke neue Armschmerzen
🚨 Rötung und Überwärmung
🚨 Fieber oder Schüttelfrost
🚨 bläuliche Verfärbung einer Hand
🚨 Brustschmerzen
🚨 Atemnot
Solche Beschwerden sollten nicht einfach als Lipödem interpretiert werden.
| Merkmal | Lipödem am Arm | Armlymphödem |
|---|---|---|
| Grundproblem | schmerzhafte Fettgewebserkrankung | gestörter Lymphtransport |
| Verteilung | typischerweise symmetrisch | häufig auch einseitig |
| Oberarm | möglich | möglich |
| Unterarm | möglich | möglich |
| Hand | typischerweise ausgespart | kann betroffen sein |
| Druckschmerz | typisch möglich | nicht zwingend |
| Pitting | kein notwendiges Merkmal | je nach Stadium möglich |
| Stemmer-Zeichen | beim reinen Lipödem nicht typisch positiv | kann positiv sein |
| Kompressionsziel | Beschwerdereduktion | Ödemkontrolle |
| MLD | nicht automatisch wegen Lymphstau | je nach Befund Teil der Lymphödemtherapie |
Die Checkliste ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Dann sollte eine zusätzliche Ursache geprüft werden.
Ja. Die aktuelle deutsche S2k-Leitlinie beschreibt eine mögliche symmetrische Beteiligung von Ober- und/oder Unterarmen. AWMF Leitlinienregister
Beim klassischen Lipödem bleiben die Hände ausgespart. AWMF Leitlinienregister
Ein deutlicher Übergang am Handgelenk kann zu einem Lipödem passen. Er reicht allein aber nicht für die Diagnose.
Die Leitlinie beschreibt Lipödem grundsätzlich an den Extremitäten und spricht von Beinen und/oder Armen. Die klinische Diagnose muss das gesamte Muster berücksichtigen. AWMF Leitlinienregister
Nein. Körperform allein reicht nicht. Es müssen passende Beschwerden und klinische Kriterien vorliegen.
Druckschmerz, Berührungsschmerz, Spontanschmerz und Schweregefühl gehören nach deutscher Leitlinie zu den relevanten Beschwerden. AWMF Leitlinienregister
Eine echte Handschwellung ist für ein reines Lipödem nicht typisch und sollte auf andere beziehungsweise zusätzliche Ursachen untersucht werden.
Die Handbeteiligung, Symmetrie, Gewebebeschaffenheit und Beschwerden liefern Hinweise. Eine sichere Unterscheidung erfolgt klinisch und gegebenenfalls mit weiterer Diagnostik.
Sie kann beim Lipödem Schmerzen und andere subjektive Beschwerden reduzieren. Die Versorgung sollte individuell angepasst werden.
Nicht automatisch. Ein reines Lipödem bedeutet nicht grundsätzlich Lymphstau.
Grundsätzlich ist Bewegung Bestandteil des Lipödemmanagements. Die Belastung sollte schrittweise und entsprechend Beschwerden und Gelenksituation gesteigert werden.
Das Lipödem selbst ist eine chronische Erkrankung. Akute einseitige Schwellung, Rötung, starke Schmerzen oder Atemnot gehören jedoch medizinisch abgeklärt.
Viele Betroffene sagen:
„Über meine Beine wird ständig gesprochen – aber niemand erklärt mir meine Arme.“
Gerade dort entsteht schnell Unsicherheit.
Ist es:
Die wichtigste Orientierung lautet:
Und ebenso wichtig:
Diese beiden Grundsätze verhindern sowohl Überdiagnosen als auch das Übersehen einer zusätzlichen Erkrankung.
➡ Was ist ein Lipödem?
➡ Schmerzen beim Lipödem
➡ Lipohypertrophie oder Lipödem
➡ Blaue Flecken beim Lipödem
➡ Schwellungsgefühl beim Lipödem
➡ Lipödem oder Lymphödem – Unterschiede
➡ Lipödem und Lymphödem gleichzeitig
➡ Kompressionsversorgung richtig messen
➡ Stemmer-Zeichen beim Lymphödem
Kräftige symmetrische Beine ohne Schmerzen: Ist das trotzdem ein Lipödem? Erfahren Sie den Unterschied zwischen Lipohypertrophie und Lipödem und warum das Aussehen allein keine Diagnose erlaubt.
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