Kompressionsstrümpfe üben einen genau definierten Druck auf das Gewebe aus. Wie stark dieser Druck ist, wird durch die Kompressionsklasse (KKL) beschrieben.
Grundsätzlich gilt:
Je höher die Kompressionsklasse, desto stärker ist der Druck auf das Gewebe.
Welche Kompressionsklasse für Sie geeignet ist, richtet sich nach Ihrer Erkrankung, Ihren Beschwerden und Ihrer individuellen Situation. Die Entscheidung trifft Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt.
Die richtige Kompressionsklasse ist nicht automatisch die höchste. Eine Versorgung sollte immer so gewählt werden, dass sie medizinisch sinnvoll ist und im Alltag gut getragen werden kann. Eine gut angepasste Kompression wirkt nur dann optimal, wenn sie regelmäßig getragen wird.
✅ Es gibt vier Kompressionsklassen.
✅ Die Klassen unterscheiden sich durch den ausgeübten Druck.
✅ Höher bedeutet nicht automatisch besser.
✅ Die Auswahl erfolgt individuell.
✅ Eine gute Passform ist genauso wichtig wie die richtige Klasse.
Die Kompressionsklasse beschreibt den Druck, den ein medizinischer Kompressionsstrumpf im Bereich des Knöchels ausübt.
Mit zunehmender Höhe am Bein nimmt dieser Druck kontrolliert ab. Dieses sogenannte Druckgefälle unterstützt den Rücktransport von Blut und Gewebsflüssigkeit.
Leichter Druck
Kann je nach individueller Situation beispielsweise eingesetzt werden bei:
Mittlerer Druck
Sie gehört zu den am häufigsten verordneten Klassen.
Mögliche Einsatzgebiete:
Kräftiger Druck
Wird häufig eingesetzt bei:
Sehr hoher Druck
Diese Klasse wird deutlich seltener verordnet und kommt nur bei bestimmten, ausgeprägten Krankheitsbildern infrage.
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.
Die Entscheidung hängt unter anderem ab von:
Nein.
Eine zu hohe Kompressionsklasse kann das Anziehen erschweren und dazu führen, dass die Versorgung seltener getragen wird.
Ziel ist daher eine Kompression, die medizinisch geeignet und alltagstauglich ist.
Ja.
Nicht nur die Kompressionsklasse ist entscheidend.
Ebenso wichtig sind:
Eine Kontrolle ist sinnvoll, wenn:
Nein. Die Kompressionsklasse sollte immer ärztlich verordnet und individuell angepasst werden.
Nein. Die passende Klasse richtet sich nach Ihrer Erkrankung und Ihrer persönlichen Situation.
Ja. Je nach Krankheitsverlauf oder Therapieziel kann eine Anpassung sinnvoll sein.
Wenn sich Ihre Beschwerden oder Körpermaße verändert haben, sollte die Versorgung erneut überprüft werden.
✔ Tragen Sie die Kompression möglichst regelmäßig.
✔ Lassen Sie Ihre Versorgung kontrollieren, wenn sie nicht mehr richtig sitzt.
✔ Nutzen Sie Anziehhilfen, wenn das Anziehen schwerfällt.
✔ Sprechen Sie Veränderungen frühzeitig an.
Im Forum berichten viele Betroffene, dass sie sich anfangs vor einer höheren Kompressionsklasse gescheut haben. Mit einer gut angepassten Versorgung und etwas Übung beim Anziehen gelingt der Alltag jedoch häufig deutlich besser als zunächst erwartet. Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen, wie wichtig eine gute Beratung im Sanitätshaus und regelmäßige Kontrollen sind.
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