Viele Menschen verbinden einen Pflegegrad ausschließlich mit einem hohen Alter. Tatsächlich können auch jüngere Menschen mit chronischen Erkrankungen einen Pflegegrad erhalten, wenn sie dauerhaft Unterstützung im Alltag benötigen.
Ob ein Pflegegrad bewilligt wird, richtet sich nicht nach der Diagnose, sondern nach dem individuellen Hilfebedarf.
Entscheidend ist nicht, welche Erkrankung Sie haben, sondern wie sehr sie Ihre Selbstständigkeit im Alltag beeinflusst. Beschreiben Sie Ihre Situation daher möglichst realistisch und vollständig.
Ein Pflegegrad kann relevant sein, wenn Sie dauerhaft Unterstützung benötigen, zum Beispiel bei:
Die Entscheidung erfolgt immer individuell.
Nach der Antragstellung beauftragt die Pflegekasse in der Regel eine Begutachtung.
Dabei wird unter anderem beurteilt:
Hilfreich sind:
✔ aktuelle Arztberichte
✔ Medikamentenplan
✔ Therapieberichte
✔ Dokumentation der Beschwerden
✔ Liste der benötigten Unterstützung
✔ Fragen an die Gutachterin oder den Gutachter
Je nach individueller Situation können unter anderem berücksichtigt werden:
Die Bewertung erfolgt immer als Gesamtbild der Selbstständigkeit.
Je nach Pflegegrad können verschiedene Leistungen infrage kommen, beispielsweise:
Welche Leistungen tatsächlich gewährt werden, richtet sich nach dem festgestellten Pflegegrad und den gesetzlichen Voraussetzungen.
☐ Antrag gestellt
☐ Arztberichte gesammelt
☐ Medikamentenplan vorbereitet
☐ Beschwerden dokumentiert
☐ Unterstützung im Alltag notiert
☐ Fragen vorbereitet
☐ Bescheid geprüft
Nein. Die Diagnose allein begründet keinen Pflegegrad. Maßgeblich ist der individuelle Unterstützungsbedarf im Alltag.
Nein. Auch bei teilweiser Einschränkung der Selbstständigkeit kann – abhängig vom Einzelfall – ein Pflegegrad infrage kommen.
Je nach Bescheid und geltenden Fristen bestehen Möglichkeiten, die Entscheidung überprüfen zu lassen. Lassen Sie sich bei Bedarf beraten.
Ja. Eine vollständige Übersicht über notwendige Therapien und den damit verbundenen Aufwand kann die Begutachtung erleichtern.
Viele Mitglieder berichten, dass sie sich zunächst unsicher waren, ob sie überhaupt einen Pflegegrad beantragen dürfen. Als hilfreich wurden ein Pflegetagebuch, aktuelle Arztberichte und eine ehrliche Beschreibung des tatsächlichen Unterstützungsbedarfs empfunden. Einige Mitglieder schildern, dass sie nach einer ersten Ablehnung zusätzliche Unterlagen eingereicht oder Rechtsmittel genutzt haben. Die Erfahrungen zeigen, dass eine sorgfältige Vorbereitung den Begutachtungsprozess erleichtern kann.
➡ Schwerbehindertenausweis bei Lymphödem oder Lipödem
➡ Arbeiten mit Lymphödem oder Lipödem
➡ Rehabilitation nach einer Operation
➡ Alltag mit Lymphödem oder Lipödem
➡ Häusliche Unterstützung (geplant)
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