Von Tina Schwarz
Der Juni ist Lipödem Awareness Month – ein Monat, der Aufmerksamkeit für eine Erkrankung schaffen soll, die noch immer viel zu häufig missverstanden, unterschätzt oder erst spät erkannt wird.
Vielleicht kennst du diese Gedanken:
Vielleicht hast du schon zahlreiche Diäten ausprobiert, Kalorien gezählt, Sport gemacht und immer wieder versucht, diszipliniert zu sein. Und trotzdem hattest du das Gefühl, gegen deinen eigenen Körper zu kämpfen.
Wenn du ein Lipödem hast, möchte ich dir heute etwas Wichtiges mitgeben:
Du bist nicht schuld an deinem Lipödem.
Nicht an deinen Beinen. Nicht an deinen Armen. Nicht daran, dass dein Körper anders reagiert als der vieler anderer Frauen. Und auch nicht daran, dass klassische Diäten oft nicht die Ergebnisse bringen, die du dir wünschst.
Doch auch wenn du keine Schuld trägst, bedeutet das nicht, dass du machtlos bist.
Genau darum geht es in diesem Beitrag.
Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Schwellungen und eine unproportionale Fettverteilung – häufig an Beinen, Hüfte, Gesäß oder Armen.
Trotzdem hören viele Betroffene jahrelang Sätze wie:
Solche Aussagen können tiefe Spuren hinterlassen. Irgendwann beginnen viele Frauen, diese Botschaften zu verinnerlichen. Sie zweifeln an sich selbst, fühlen sich undiszipliniert oder glauben, versagt zu haben.
Doch Lipödem ist keine Folge von mangelnder Disziplin.
Und genau deshalb brauchen wir mehr Aufklärung, mehr Verständnis und mehr ehrliche Gespräche über diese Erkrankung.
Viele Frauen mit Lipödem haben bereits nahezu alles ausprobiert:
Low Carb, Intervallfasten, Shakes, Kalorienzählen, Zuckerverzicht, Detox-Kuren oder immer neue Sportprogramme.
Irgendwann entsteht daraus oft ein frustrierender Gedanke:
„Bei mir funktioniert sowieso nichts.“
Wenn du immer wieder voller Hoffnung startest und am Ende doch enttäuscht wirst, verlierst du irgendwann das Vertrauen – in Ernährungspläne, in deinen Körper und manchmal sogar in dich selbst.
Doch vielleicht lag das Problem nie bei dir.
Vielleicht lag das Problem darin, dass die bisherigen Konzepte nicht zu deinem Leben und deinen Bedürfnissen gepasst haben.
Mit Lipödem brauchst du keinen Standardplan. Du brauchst einen Weg, der zu deinem Alltag, deinen Beschwerden, deiner Energie, deiner Familie, deinem Beruf und deinen persönlichen Möglichkeiten passt.
Denn selbst der beste Plan ist wertlos, wenn er sich im echten Leben nicht umsetzen lässt.
Nein, du hast dir dein Lipödem nicht ausgesucht.
Und nein, du kannst es nicht einfach „wegdiäten“.
Aber du kannst lernen, deinen Körper besser zu verstehen.
Du kannst herausfinden, welche Ernährung dir guttut.
Du kannst erkennen, welche Gewohnheiten deine Beschwerden möglicherweise verstärken.
Du kannst Bewegung finden, die dich stärkt, statt dich zu überfordern.
Du kannst lernen, mit emotionalem Essen anders umzugehen.
Und du kannst aufhören, jeden Tag gegen dich selbst zu kämpfen.
Das Ziel ist nicht Perfektion.
Das Ziel ist mehr Lebensqualität, mehr Selbstverständnis und mehr Leichtigkeit im Alltag.
Vielleicht bedeutet das weniger Schmerzen.
Mehr Energie.
Mehr Beweglichkeit.
Weniger Frust.
Oder einfach das Gefühl:
„Ich bin nicht allein.“
Und genau das kann bereits unglaublich viel verändern.
Lipödem beeinflusst nicht nur Beine oder Arme.
Es wirkt sich oft auf das Selbstwertgefühl, die Kleidungsauswahl, die Ernährung, Beziehungen, Freizeitaktivitäten und das gesamte Lebensgefühl aus.
Vielleicht kennst du die Frustration beim Kleidungskauf.
Vielleicht versteckst du deinen Körper häufiger, als du eigentlich möchtest.
Vielleicht fragst du dich immer wieder, warum dein Körper anders reagiert als der anderer Frauen.
Deshalb braucht Lipödem aus meiner Sicht einen ganzheitlichen Ansatz.
Nicht nur:
„Iss weniger.“
Oder:
„Mach mehr Sport.“
Sondern die Fragen:
Viele Frauen denken:
„Ich müsste das doch alleine schaffen.“
Doch das stimmt nicht.
Du musst nicht alleine herausfinden, welche Ernährung zu dir passt.
Du musst nicht alleine gegen emotionale Essmuster kämpfen.
Du musst nicht alleine mit Schmerzen, Frust oder Unsicherheiten umgehen.
Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche.
Es ist oft der erste Schritt zu echter Veränderung.
Vielleicht wartest du schon lange auf den „richtigen Zeitpunkt“.
Nach dem Urlaub.
Nach Weihnachten.
Ab Neujahr.
Ab Montag.
Doch vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment.
Nicht, weil alles perfekt ist.
Sondern weil du wichtig bist.
Zum Lipödem Awareness Month möchte ich dir etwas Besonderes anbieten:
Wenn du dich im Juni für mein 1:1 Lipödem-Coaching entscheidest, erhältst du zusätzlich zu den regulären sechs Monaten Begleitung einen weiteren Monat kostenlos dazu.
Das bedeutet: 7 Monate persönliche Begleitung statt 6.
Gemeinsam schauen wir auf:
Denn du bist keine Diagnose.
Du bist ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, eigenen Herausforderungen und eigenen Wünschen.
Vielleicht möchtest du abnehmen.
Vielleicht möchtest du weniger Schmerzen haben.
Vielleicht möchtest du dich auf eine Liposuktion vorbereiten.
Oder einfach wieder Frieden mit deinem Körper schließen.
Dafür braucht es keinen Plan von der Stange.
Es braucht einen Weg, der wirklich zu dir passt.
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Nimm diesen Satz heute mit:
Du bist nicht schuld an deinem Lipödem.
Nicht an deiner Diagnose.
Nicht an deinem Körper.
Nicht an deiner Vergangenheit.
Und nicht an all den frustrierenden Erfahrungen, die du bereits gemacht hast.
Aber du darfst heute entscheiden, liebevoller mit dir selbst umzugehen.
Du darfst Unterstützung annehmen.
Du darfst aufhören, gegen deinen Körper zu kämpfen.
Und du darfst beginnen, gemeinsam mit ihm zu arbeiten.
Vielleicht ist der Juni nicht nur ein Monat der Aufklärung.
Vielleicht ist er auch der Beginn deiner eigenen Veränderung.
Warum fällt es uns Frauen mit Lipödem eigentlich so schwer, Frieden mit unserem Körper zu schließen? Diese Frage beschäftigt mich schon seit vielen Jahren. Früher war ich fest davon überzeugt, dass sich dieses Gefühl irgendwann von allein verändern würde.
Dann, wenn ich weniger Schmerzen hätte, meine Beine anders aussehen würden, ich abgenommen hätte oder meine Liposuktionen endlich hinter mir lägen. Ich dachte wirklich: Wenn sich mein Körper verändert, dann verändert sich automatisch auch mein Blick auf mich selbst.
Mit der neuen Kassenregelung spielen Gewicht und Körperzusammensetzung eine zentrale Rolle.
Die aktuellen Regeln:
BMI unter 32: regulär möglich
BMI 32–35: zusätzliche WHtR-Prüfung
BMI über 35: zuerst Adipositastherapie
BMI ab 40: in der Regel keine OP
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