Schwere und müde Beine
Spannungsgefühle und Beschwerden können besonders nach langem Stehen auffallen.
Beschwerden einordnen. Behandlung kennenlernen. Den Alltag aktiv gestalten.

Die Beinvenen transportieren das Blut zurück zum Herzen. Ihre Klappen helfen dabei, einen Rückfluss zu verhindern.
Bei einer chronischen venösen Insuffizienz (CVI) funktioniert dieser Rücktransport nicht mehr ausreichend. Blut staut sich in den Beinen – Schwellungen und Hautveränderungen können entstehen.
Eine CVI kann sich beispielsweise im Zusammenhang mit Krampfadern oder nach einer tiefen Venenthrombose entwickeln.
Spannungsgefühle und Beschwerden können besonders nach langem Stehen auffallen.
Flüssigkeit kann sich im Gewebe ansammeln – häufig im Bereich der Unterschenkel.
Juckreiz, Ekzeme oder bräunliche Verfärbungen sollten ärztlich eingeordnet werden.
Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Eine Untersuchung hilft, die passende Behandlung zu finden.

Eine passend ausgewählte Kompressionsversorgung unterstützt den venösen Rückfluss und kann Schwellungen lindern.
Versorgung kennenlernen →
Gehen und Fußübungen aktivieren die Muskelpumpe. Regelmäßige Bewegungspausen bringen Abwechslung in langes Sitzen oder Stehen.

Die Haut aufmerksam pflegen und beobachten. Offene Stellen benötigen eine fachgerechte Wundversorgung und Behandlung der Ursache.
Mehr zur Wundversorgung →Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt vom Befund und von Begleiterkrankungen ab. Die Kompressionsversorgung wird individuell ärztlich abgestimmt.
Wie lange bestehen die Symptome? Frühere Thrombosen, Vorerkrankungen und Medikamente sind wichtige Informationen.
Die körperliche Untersuchung und ein Ultraschall können zeigen, wie das Blut fließt und ob die Venenklappen funktionieren.
Gemeinsam werden passende Maßnahmen festgelegt. Auch die arterielle Durchblutung wird bei Bedarf geprüft.

Eine CVI kann sich unterschiedlich zeigen. Neue oder zunehmende Veränderungen sollten ärztlich beurteilt werden.
Geschwollene Knöchel und Unterschenkel können ein Hinweis auf einen gestörten Rückfluss sein.
Bräunliche Haut, Juckreiz oder verhärtete Hautbereiche benötigen gezielte Aufmerksamkeit.
Ein venöses Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris) braucht medizinische Begleitung und eine angepasste Versorgung.
Die Darstellung ist keine feste Abfolge. Für die fachliche Einordnung werden unter anderem die CEAP-Klassifikation und die Einteilung nach Widmer verwendet.
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind Arterien verengt. Dadurch gelangt weniger Blut in die Beine. CVI und pAVK können gleichzeitig vorliegen – das ist auch für die Wahl der Kompressionsversorgung wichtig.
Schmerzen beim Gehen, die in Ruhe nachlassen, können auf eine pAVK hinweisen. Bei fortgeschrittener Erkrankung sind auch Ruheschmerzen und schlecht heilende Wunden möglich.
Zur Abklärung gehören unter anderem die Untersuchung der Pulse, Blutdruckmessungen an Armen und Beinen sowie Ultraschall. Die Behandlung richtet sich nach dem Befund und kann Bewegungstherapie, Medikamente und Eingriffe an den Gefäßen umfassen.
Rauchverzicht und die Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes sind wichtige Bausteine. Bei Verdacht auf eine arterielle Durchblutungsstörung sollte vor einer Kompression die Eignung ärztlich geprüft werden.
Weiterlesen bei gesund.bund.de →Regelmäßiges Gehen und kleine Fußübungen können die Wadenmuskelpumpe unterstützen. Unterbrechen Sie langes Sitzen und Stehen möglichst durch Bewegung. Besprechen Sie bei Schmerzen oder Begleiterkrankungen, welche Aktivitäten für Sie geeignet sind.
Art, Stärke und Länge der Versorgung richten sich nach dem ärztlichen Befund. Im Sanitätshaus wird die Passform geprüft und das Anlegen erklärt. Bei einer zusätzlichen arteriellen Durchblutungsstörung ist eine individuelle ärztliche Beurteilung besonders wichtig.
Mehr über Kompressionsstrümpfe →Neue oder zunehmende Schwellungen, Hautveränderungen und offene Stellen sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei plötzlich auftretender einseitiger Schwellung oder Schmerzen im Bein ist eine rasche Abklärung wichtig, um zum Beispiel eine Thrombose auszuschließen.
Bei plötzlicher Atemnot oder Brustschmerzen: sofort den Notruf 112 wählen.
Mehr zu Thrombose und Warnzeichen →Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Weiterführende Informationen: CVI · Krampfadern · Chronische Wunden · pAVK (gesund.bund.de).
Fotos: KI-generierte Symbolbilder. Venenklappen: schematische Darstellung.
Der Begriff „CVI - chronisch venöse Insuffizienz“ ist keine Diagnose, sondern die Benennung eines krankhaften Zustandes, zu welchem verschiedenen Venenleiden führen können, die eine Gemeinsamkeit haben. Diese besteht darin, dass eine Abflussstörung des Blutes Richtung Herzens durch die Venen vorliegt – eine sog. „Venenschwäche“. Das begründet sich in den nicht mehr ganz einwandfreien und/oder völligen Fehlen der Funktion der Venenklappen. (Normaler Ablauf des venösen Bluttransportes siehe Grundlagen.)
Durch die CVI entsteht die häufigste Form des „offenen Beines“ - genannt das Ulcus crusis venosum. Zwischen 57 – 80 % der Patienten mit einem Beingeschwür leiden unter einer Venenerkrankung. Das Entstehungsrisiko erhöht sich mit zunehmenden Lebensalter. Das Verhältnis Frauen zu Männer beträgt ungefähr 3:1.
Gradeinteilung der CVI nach Widmer : Diese Einteilung ist deutschlandweit weit verbreitet und bezieht sich auf die sicht- und tastbaren Hautveränderungen.
Grad 1 - „Corona phlebectatica mit Ödem“
Grad 2
Grad 3 a
Grad 3 b
International weit verbreitet ist die CEAP- Klassifikation, die zusätzlich anatomische, ätiologische und pathophysiologische Aspekte berücksichtigt.
Grundlage für diese Einteilung ist eine vorangehende klinische Untersuchung, um den Zustand der Venen zu erfassen.
Die Vorgeschichte des Patienten beeinflusst zugleich Krankheit und Heilungsverlauf.
Bei der Therapie gilt es zuerst, die Entstehungsursache zu finden und auszuschalten !! Dies bedeutet die Beseitigung der venösen Flussstörung. Es gilt auch Begleiterkrankungen zu behandeln. Zum Teil sind invasive und chirurgische Eingriffe erforderlich.
Invasiv ist z.B. die Venenverödung von oberflächigen Venen und Varizen.
Operativ sind z.B. Varizenstripping, Klappenwiederherstellung und/oder -transplatantion, endoskopische Verschließung von Venen, evtl. Hauttransplantationen über Wunden.
Wirkung der Kompression ist : Eine dauerhafte Steigerung des venösen Rückflusses in Richtung Herz (ein gewisser Ersatz der Klappenfunktion). Durch den konsequenten Druck auf die Venen wird der Durchmesser der Gefäße verengt, was zu einer erhöhten Fließgeschwindigkeit führt. Außerdem bildet die Kompression ein stabiles „Gegenstück“ zu der Beinmuskulatur. Dies bedeutet wiederum, dass die Pumpwirkung der Muskeln intensiver arbeitet, was zu einer Verbesserung des venösen Rückflusses führt. Bis in die tiefen Gefäße erfolgt eine rückflussfördernde Wirkung. Die angesammelten Schlackenstoffe werden abtransportiert und Ödeme werden reduziert. Auch erfolgt im Nebeneffekt ein Anstieg des Lymphtransportes. Natürlich beugt die Kompression die Neuentstehung von Ödemen und Thrombosen vor. Gemeint ist die Kompressionswickelung, die zusätzlich apparative intermittierende Kompression (nicht bei frischer tiefer Thrombose !) , die dazugehörige Mobilisation und kontrolliertes Gehtraining (ggf. krankengym nastisch unterstützt), Bewegung und Sport (die Muskelpumpe wird im Zusammenhang mit der Kompression nur bei genügend Bewegung aktiv). Aufgrund von Bewegung und Ödemreduktion nimmt der Anlagedruck innerhalb weniger Stunden ab.
Kurzzugbinden !! Sie sind eher unelastisch, haben ein geringes Dehnungsvermögen, erzielen einen hohen Arbeitsdruck (bei Bewegung) und einen niedrigen Ruhedruck (bei Ruhephasen). Bitte bei der Pflege von Binden die Herstellerangaben beachten !
Sollten erst dann zur Anwendung kommen, wenn die Ausschwemmung des Stauungsödem durch den Kompressionsverband erreicht wurde !!!!!
Sie sollten morgens beim entstautem Bein angezogen werden. Die Längen werden in Buchstaben angegeben. Der Buchstabe A bezeichnet den Anfang des Strumpfes.
Dies sind fertige Strumpfsysteme (z.B. UlcerCare, ulcer kit, ulcertec, Saphenamed UCV, Rosidal mobil). Sie bestehen meist aus 2 Komponenten, wobei der der Unterziehstrumpf mit einem geringeren Anlagedruck auch nachts am Unterschenkel verbleibt. Der Überziehstrumpf wird jeweils nur tagsüber getragen. Auch hier sind die Herstellerangaben zu beachten.
Der Patient ist über die Bedeutung und Wirkung der Kompressionsstrümpfe genau aufzuklären und zu schulen !!!
KKL 1 : leichte Kompression - z.B. bei leichter Varikosis, wenig Ödemneigung, CVI Grad 1, Thromboseprophylaxe
KKL 2 : mittlere Kompression - z.B. bei CVI Grad 2, nach oberflächiger Thrombophlebitis, bei ausgeprägter Schwangeschaftsvarizen
KKL 3 : kräftige Kompression - z.B. bei CVI Grad 3, nach Thrombose, ausgeprägter Ödemneigung, postthrombotischen venösen Insuffizienz
KKL 4 : sehr kräftige Kompression - z.B. bei Lymphödem, Elephantiasis
Die Kompressionsklassen addieren sich beim Übereinanderziehen auf.
Sie erleichtern dem Patienten mit Bewegungseinschränkungen oder geringer Körperkraft das Anlegen der Kompressionsstrümpfe und schützen gleichzeitig das Strumpfmaterial.
Es gibt unterschiedliche Varianten:
Metallgestänge , über die wird der Strumpf gestülpt
Modell mit einem eingefädelten Kunststoffstab, verfügt auch über eine Ausziehhilfe
Anziehhilfen aus rutschendem Material, wie z.B. Ballonseide
Falls keine Anziehhilfe zur Hand ist, erleichtern auch genoppte Haushaltshandschuhe, welche die Griffigkeit erhöhen, das Anziehen.
Als wesentliches Therapiehindernis wurde erkannt, dass Patienten häufig die Notwendigkeit, Kompressionsverbände oder – Strümpfe zu tragen , nicht erkennen. Durch vertrauensvolle Kommunikation und eine adäquate Patientenmitarbeit kann eine entsprechende Akzeptanz entwickelt werden.
Der Patient ist über die Bedeutung und Wirkung der Kompression genau aufzuklären, zu schulen und es sollten Gespräche zur Akzeptanz dieser Therapiemaßnahme erfolgen, um diese zu festigen.
TIPP zum Schluß: 3 S- und 3 L- Regel : Sitzen und Stehen ist schlecht – lieber laufen und liegen !!!!!
Die Arteriosklerose ist wie beim Herzinfarkt, dem Schlaganfall und dem Aneurysma auch verantwortlich für die sogenannte Schaufensterkrankheit oder auch periphere Arterielle Verschlußkrankheit (pAVK).
Bei der peripheren arteriellen Verschlußkrankheit besteht eine Durchblutungsstörung im Bereich der Arme und Beine. Ursächlich findet sich einer zunehmenden Verengung (Stenose) bis zum kompletten Verschluss (Okklusion) einer oder mehrerer peripherer Arterien, wie die Blutgefäße der Arme und Beine genannt werden. In ca. 90 % der Fälle sind die Arterien betroffen, die die Blutversorgung der Beine sicherstellen.
Durchblutungsstörung bedeutet, dass für das abhängige Gewebe nicht ausreichend Nährstoffe, insbesondere Sauerstoff, mit dem Blut zur Verfügung gestellt werden können. Bei Durchblutungsstörungen der Beine sind vor allem zunächst die Muskeln minderversorgt, beim Gehen kommt es daher zu einem Sauerstoffmangel in der Muskulatur. Dieser Sauerstoffmangel führt zu den charakteristischen krampfähnlichen oder stechenden Schmerzen. Die Beschwerden treten in der Regel erstmals bei besonderer Belastung auf (z.B. schnelles Gehen oder Treppensteigen), beim Stehenbleiben lassen die Schmerzen schnell nach. Diese typische Gehbehinderung (intermittierendes Hinken = Claudicatio intermittens) hat umgangssprachlich den Begriff „Schaufensterkrankheit“ geprägt.
Bei zunehmender Durchblutungsstörung können die Schmerzen bereits in Ruhe auftreten (sog. Ruheschmerz). Im Endstadium kommt es zum Untergang von Gewebe (schwarzer Gewebezerfall = Nekrose) mit Amputationsgefährdung.
Ursache stellt die Arterienverkalkungen dar. Dadurch sind Verengungen und Verschlüsse der überwiegend mittleren und großen Arterien (Mikro- und Makroangiopathien) die Folge. Es kommt zu einer Verminderung oder Unterbrechung des Blutkreislaufes in dem betroffenen Gewebegebiet. Typische Symptome sind Schmerzen und Wadenkrämpfe beim Gehen. Unterbricht der Patient kurze Gehstrecken zum Ausruhen, erfährt der Patient Linderung. Man spricht hier von der sog. „Schaufensterkrankheit“. Beim Liegen bessert sich der Ruheschmerz durch Heraushängen der Füße aus dem Bett, v.a. nachts.
Was sieht und fühlt man? Die Symptome:
Die Füße fühlen sich kalt an, der Patient hat aber ein normales Temperaturempfinden.
Die Haut sieht
Zusätzlich können bei der Begutachtung gestörter Nagelwuchs, Rötungen, Pilzbefall und Marmorierungen auffallen. Vorwiegend betrifft es die Zehen mit Läsionen (Hautverletzungen) und Ulzera´s (Geschwüre). Diese entstehen häufig durch Druck des Schuhes an den Knochenvorsprüngen und ist schmerzhaft. Aber auch durch unsachgemäße Pediküre und Bagatellverletzungen kann es dazu kommen.
Die Arterienverkalkung als solche ist keine reine Alterskrankheit. Es erfolgt zwar eine rasche Zunahme der Ausprägung vom 45. - 60. Lebensjahres, doch bedeutungsvoll sind hierbei das Mitwirken der Risikofaktoren.
• familiäre Belastung
• Geschlecht (> Männer)
• Ernährung (fett- kalorienreich)
• Stress (durch Katecholaminausschüttung, z.B. Adrenalin)
• körperliche Inaktivität
• Gifte /Noxen (z.B. Nikotin, hier dann das sog. „Raucherbein“)
• Bluthochdruck (= Hypertonie)
• Diabetes mellitus
• Schilddrüsenunterfunktion (= Hypothyreose)
• Nierenerkrankungen unterschiedlicher Genese ( Nephrosen)
• Übergewicht (Adipositas)
• Gicht
• Fettstoffwechselstörungen
• Atmungsschwäche
• Neigung zur Thrombose
Meistens treten die Ulcera (Geschwüre) an den Zehen, Zehennägel, Nagelbett und Grundgelenke der Zehen auf.
Stadium 1 : symptomlos, evtl. leichte Ermüdbarkeit
Stadium 2a : ab 200 m Gehstrecke setzen Schmerzen ein
2b : unter 200 m Gehstrecke setzen Schmerzen ein
Stadium 3 : Ruheschmerz
Stadium 4 : Dauerschmerz, Hautnekrose (Absterben der Haut), Ulkus, Gangrän (schwärzliche Eintrocknung und Schrumpfung des Gewebes)
a.) auftreten durch konstante Belastung reproduzierbar
b.) bei Steigerung der Belastung frühzeitigere Beschwerden
c.) Rückgang der Schmerzen bei Unterbrechung der Belastung
d.) häufige Lokalisation in der Wade , meist einseitig
- die Dopplersonographie (systolischer Blutdruck wird gemessen)
- der Dopplerindex (Quotient aus Knöchel- und Oberarmblutdruck) kennzeichnet den Schweregrad der AVK
- die Tastuntersuchung des Pulses (Palpation)
- die Auskultation (Untersuchung vgl. mit Ultraschalldiagnostik)
Hilfreich ist auch ein standardisierter Gehtest der auf dem Laufbandergometer angeschlossen ist. Durch die Differenzierung der Stadien lässt sich die Indikation zur Angiographie (röntgenologische Darstellung der Gefäße mittels Kontrastmittel) abgrenzen. Hierdurch kann eine Revaskularisation (Verbesserung der Durchblutung durch Aufdehnen der Gefäße) angezeigt sein. Nach Sicherung der Diagnose wird ein Therapieplan aufgestellt.
* Risikoausschaltung
* Behandlung der Begleiterkrankungen
* Maßnahmen der Durchgängigkeitswiederherstellung, - verbesserung durch Gefäßchirurgen, Angiologen und Interventionradiologen
* Wundbehandlung
Die Wahl des Eingriffes ist nach der Lokalisation und Ausdehnung sowie dem Allgemeinzustandes des Patienten auszurichten. Eine gute Zusammenarbeit von Gefäßchirurgen, Angiologen und interventionellen Radiologen ist hierbei von großem Nutzen. Natürlich sollte man das Infektionsrisiko nicht unterschätzen. Dazu ist eine genaue Beobachtung des Beinzustandes unerlässlich. War die Aufdehnung oder Erweiterung der Gefäße erfolgreich, kann man mit der Lokaltherapie beginnen. Hier steht das chirurgische Debridement (Wundreinigung/Wundausscheidung) im Vordergrund. Denn Nekrosen müssen entfernt, Taschen und Eiterhöhlen weit eröffnet, schmierige Beläge entfernt und infizierte Bereiche herausgeschnitten werden. Meist – je nach Stadium – beinhaltet es eine mehr oder weniger große Amputation und die offene Wundbehandlung schließt sich an. Neben der chirurgischen Debridement können zusätzlich Maßnahmen der physikalischen und enzymatischen Wundreinigung angewendet werden.
Eingriffe im Stadium 4 sind als besonders infektionsgefährdend anzusehen. Besteht eine Infektion, so ist diese mit zu behandeln.(z.B. Lokal durch antiseptische Lösungen, systemische Antibiotikagabe). Nur nach Behandlung der Ursache der pAVK kann es zu einer Heilung kommen. Weitere Grundlagen bilden Infektionsbekämpfung, chirurgisches Debridement und lokale Wundbehandlung einschließlich dem Wundverband. Die Elemente der modernen Wundbehandlung (sog. Feuchttherapie) ersetzt die trockene Wundabdeckung
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