Auch das Ausziehen von Kompressionsstrümpfen will gelernt sein. Wer den Strumpf falsch auszieht, kann das Material unnötig belasten oder sich selbst verletzen – besonders bei eingeschränkter Beweglichkeit.
Mit der richtigen Technik gelingt das Ausziehen meist deutlich einfacher und schont gleichzeitig die Kompressionsversorgung.
Ziehen Sie den Strumpf langsam und gleichmäßig aus. Vermeiden Sie ruckartige Bewegungen oder starkes Ziehen am oberen Abschluss. So schützen Sie sowohl Ihre Haut als auch das Material.
✅ Langsam ausziehen
✅ Nicht am Bündchen reißen
✅ Handschuhe verwenden
✅ Bei Bedarf Ausziehhilfe nutzen
✅ Material anschließend kontrollieren
In den meisten Fällen wird die Kompressionsversorgung tagsüber getragen und abends vor dem Schlafengehen ausgezogen. Es gibt jedoch Ausnahmen – halten Sie sich deshalb immer an die Empfehlung Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihres behandelnden Arztes.
Setzen Sie sich auf einen stabilen Stuhl und sorgen Sie für ausreichend Platz.
Anziehhandschuhe helfen nicht nur beim Anziehen, sondern auch beim Ausziehen. Sie verbessern den Griff und schützen das Material.
Greifen Sie den oberen Rand vorsichtig und lösen Sie ihn leicht vom Bein, ohne stark daran zu ziehen.
Streifen Sie das Gestrick langsam vom Bein ab und wenden Sie es dabei nach außen. Arbeiten Sie in kleinen Abschnitten bis zur Ferse. Lassen Sie keine enge Materialrolle am Knöchel stehen und ziehen Sie nicht ruckartig.
Führen Sie den Strumpf vorsichtig über die Ferse und anschließend über den Fuß.
Prüfen Sie den Strumpf auf:
❌ Den Strumpf mit einem Ruck herunterziehen.
❌ Am Bündchen reißen.
❌ Mit Schmuck arbeiten.
❌ Den Strumpf achtlos auf den Boden werfen.
❌ Beschädigungen ignorieren.
Eine Ausziehhilfe kann besonders hilfreich sein bei:
Sprechen Sie Ihr Sanitätshaus an, wenn das Ausziehen regelmäßig Schwierigkeiten bereitet.
✔ Kontrollieren Sie den Strumpf täglich.
✔ Waschen Sie ihn nach Herstellerangaben.
✔ Lagern Sie ihn trocken und geschützt.
✔ Tauschen Sie beschädigte Versorgungen rechtzeitig aus.
Wenn Sie den Fuß sicher erreichen und genügend Handkraft haben, können Sie die oben beschriebene Technik im Sitzen anwenden. Griffige Handschuhe erleichtern das Fassen. Gelingt es nur mit starkem Ziehen, Schmerzen oder unsicherem Vorbeugen, lassen Sie sich eine passende Ausziehhilfe zeigen. Nicht jede Anziehhilfe eignet sich auch zum Ausziehen.
Unterbrechen Sie das Ziehen und prüfen Sie, ob sich Material am Knöchel gesammelt hat. Verteilen Sie es vorsichtig und führen Sie den Strumpf abschnittsweise über die Ferse. Benutzen Sie keine Schere oder spitzen Gegenstände. Wenn Sie den Strumpf nicht schonend lösen können, holen Sie Hilfe, statt stärker zu ziehen.
Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe im Krankenhaus können andere Tragevorgaben haben als Ihre Alltagsversorgung. Fragen Sie das Behandlungsteam, wann Sie sie ablegen dürfen. Die allgemeine Empfehlung „abends ausziehen“ gilt nach einer Operation nicht automatisch.
Nein. Ein langsames, gleichmäßiges Ausziehen schont Material und Haut.
Sie sind nicht zwingend erforderlich, erleichtern das Ausziehen aber häufig und schützen den Strumpf.
Wenn die Kompression nachlässt, das Material beschädigt ist oder die Passform nicht mehr stimmt.
Das hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Halten Sie sich an die ärztlichen Empfehlungen.
➡ Kompressionsstrümpfe richtig anziehen
➡ Kompressionsversorgung richtig messen
➡ Pflege der Kompressionsversorgung
➡ Kompressionsstrumpf schneidet ein
medi: Hinweise zum An- und Ausziehen und Anleitung zu einer Ausziehhilfe. Herstellerinformationen zur Handhabung; keine Empfehlung für eine bestimmte Marke. Beachten Sie die Anleitung Ihrer eigenen Versorgung.
Die praktischen Checklisten dienen der Umsetzung im Alltag. Sie sind keine eigenständig untersuchten Behandlungsverfahren.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und anschließend von O. Rothhardt, Inhaber der Website, umfassend auf Richtigkeit geprüft und aktualisiert.
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