Die Verordnung
Diagnose, Strickart und individuelle Anforderungen werden ärztlich geklärt.
Verordnung, Kompressionsklasse und Passform: Hier findest du Orientierung für deine Versorgung mit medizinischen Kompressionsstrümpfen.
Rundstrick ist eine Herstellungsart für medizinische Kompressionsstrümpfe. Welche Versorgung zu dir passt, wird individuell beurteilt.
Diagnose, Strickart und individuelle Anforderungen werden ärztlich geklärt.
Die Auswahl berücksichtigt deine medizinische Situation und die Anwendung im Alltag.
Die Vermessung bildet die Grundlage für die Auswahl deiner Versorgung.
Standardgrößen werden anhand deiner gemessenen Maße ausgewählt.
Entscheidend: die passende Größenkombination.
Wenn die Maße nicht zur verfügbaren Serienversorgung passen, kommt eine individuelle Anfertigung infrage.
Entscheidend: die persönliche Vermessung.
Die Auswahl erfolgt gemeinsam mit deinem versorgenden Fachpersonal.
Deine medizinische Situation wird ärztlich beurteilt.
Deine Beine werden fachgerecht vermessen.
Die passende Versorgung wird ausgewählt und anprobiert.
Du erhältst Tipps für den Umgang im Alltag.
Die Kompressionsklasse wird ärztlich festgelegt. Dabei werden die medizinische Situation und individuelle Voraussetzungen berücksichtigt. Besprich Schwierigkeiten beim Tragen oder Anziehen mit deiner behandelnden Praxis und dem versorgenden Fachpersonal.
Eine Maßanfertigung kommt infrage, wenn deine gemessenen Maße nicht zur verfügbaren Serienversorgung passen. Das Fachpersonal prüft die Größen anhand der Vermessung und bespricht die geeignete Versorgung mit dir.
Lass dir die Handhabung im Sanitätshaus zeigen. Je nach Bedarf können geeignete An- und Ausziehhilfen oder Unterstützung durch eine Hilfsperson sinnvoll sein. Welche Hilfe zu dir passt, lässt sich bei der persönlichen Beratung und beim Ausprobieren klären.
Weiterführende Fachinformationen: eurocom – Kompression richtig verordnen (PDF) →
Kurzfassung für Venen Patienten. Basisbehandlung phlebologischer Krankheitsbilder und lymphologischer Erkrankungen ist die Kompressionstherapie: in der Dauertherapie mit medizinischen Kompressionsstrümpfen und eventuell zusätzlich mit intermittierender pneumatischer Kompression.
Medizinische Kompressionstherapie Hilfsmittel zur Kompressionstherapie sind grundsätzlich im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen (nachfolgend: GKVHilfsmittelverzeichnis) in der Produktgruppe 17 gelistet.
Kompressionsstrümpfe können somit auch von Ärzten verordnet werden, die in der hausärztlichen Versorgung tätig sind. Vor einer Verordnung von Kompressionsstrümpfen ist abzuklären, ob die eindeutige Motivation des Patienten zur Durchführung der Kompressionsbehandlung und die Fähigkeit des Patienten, selbstständig das Hilfsmittel anzuwenden, oder zuverlässige Hilfspersonen zu diesem Zweck vorhanden sind. Zusätzlich ist auch die Verordnung von An- und Ausziehhilfen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung möglich
(Produktgruppe 02 des Hilfsmittelverzeichnisses).

Kompressionsklasse
Eine starre Zuordnung der unterschiedlichen Ausprägung von Schädigungen/Krankheitsbildern zu Kompressionsklassen (KKL) ist nicht durchgehend möglich, da auch individuelle Faktoren eine entscheidende Rolle für die Akzeptanz der Versorgung mit Hilfsmitteln zur Kompressionstherapie spielen. So können z. B. Lymphödeme, die eigentlich eine Versorgung mit Produkten der KKL III erforderlich machen, der Patient aber nur eine KKL II toleriert, im Einzelfall mit niedrigeren Kompressionsklassen versorgt werden. Es ist dann gemäß GKV-Hilfsmittelverzeichnis unter Abwägung der individuellen Bedingungen besser, einen Kompressionsstrumpf einer niedrigeren Kompressionsklasse zu tragen als gar keinen medizinischen Kompressionsstrumpf
Falls eine Versorgung mit einem Serienstrumpf durch eine erhebliche Abweichung von einem Messpunkt und/oder größeren Abweichungen an mehreren Messpunkten nicht möglich ist, wird eine Maßanfertigung vorgenommen. Die Vermessung der Beine und Arme zur Bestimmung der zweckmäßigen Versorgung nimmt der Hilfsmittelversorger bzw. das Sanitätshaus als Vertragspartner der Krankenkasse vor.
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